Das Hebeldenkmal ist Opfer von Vandalismus. Foto: Anja Bertsch

Das meint unsere Leserin Iris Nicklas zum Verlegung des Hebeldenkmals vom Sengele-Wäldchen in das Schopfheimer Stadtzentrum.

Beharrlich bleiben

 

Mit einem Leserbrief Mitte September 2025 in den hiesigen Zeitungen entfachte ich etwas, was Stadtverwaltung, Gemeinderäte und auch mich bis heute mehr oder weniger beschäftigt. Thema war der desaströse Zustand des Hebeldenkmals im Sengelwäldchen. Da der 200. Todestag des Dichters am 22. September 2026 überall, so auch in Schopfheim, festlich begangen wird, schlug ich der Stadtverwaltung im Januar des Jahres vor, die Büste Hebels mit Sockel, und lediglich die Dachkonstruktion mit den sechs Holzträgern in den Anna-Kym-Garten, idealerweise zwischen Parkcafé und großem Veranstaltungsplatz, umzusetzen.

Ohne massige Sandsteinbrüstung und ohne Sitzbänke wäre dies eine schöne, filigrane Einheit, die Hebelverse unterm Dach stets sichtbar, die Büste vor Wetterwidrigkeiten und Vandalismus besser geschützt. Die kulturelle Bedeutung von J.P. Hebel, Dichter, Pädagoge, Theologe und Prälat und die Sichtbarkeit wäre deutlich erhöht, von jedermann – auch Älteren mit Gehwagen und Behinderten – gut zugänglich. Die Brüstung, stets am meisten unschön beschmiert, und die Sitzbänke könnten verbleiben, was eine enorme Kostenersparnis bedeutet. Eine Hinweistafel müsste dazu aufgestellt werden. Und so könnte doch im Sengelwäldchen eine ursprünglich 1860 erstellte und im Anna-Kym-Garten eine weitere Gedenkstätte existent sein.

Das Denkmalschutzamt hat aber, ohne sich selbst ein Bild zu machen, die Versetzung vorläufig abgelehnt, man beharrt auf dem bisherigen Standort. Zitat: „eine Versetzung würde der Zerstörung des Denkmals gleichkommen und würde ohne Denkmalrechtliche Anträge zum Verlust der Denkmaleigenschaft führen“. Den Stadträtinnen und Stadträten gebührt großer Dank. Sie bleiben beharrlich. So will ich es denn auch sein und mich nochmals an die Arbeit machen.

lris Nicklas, Schopfheim

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