In der HBW-Deckung gilt es für Max Santos (Zweiter von links) und Jerome Müller weiter an der Abstimmung zu feilen. Foto: /Eibner-Pressefoto/Erwin Wasserbauer

Der HBW Balingen-Weilstetten bekommt im letzten Testspiel vom Erstligisten TVB Stuttgart noch ein paar Arbeitshinweise geliefert. Balingens Trainer Matthias Flohr blickt dennoch positiv auf die Vorbereitungszeit zurück.

Einen kleinen Dämpfer hat Handball-Zweitligist HBW Balingen-Weilstetten zum Abschluss der Vorbereitung einstecken müssen. Im finalen Test vor dem Rundenstart am kommenden Freitag zuhause gegen den TuS N-Lübbecke (19 Uhr, Sparkassen-Arena Balingen) zog das Team von Trainer Matthias Flohr am Freitag im Sportzentrum Leonberg gegen den Erstligisten TVB Stuttgart mit 31:34 (17:18) den Kürzeren. Noch vor zwei Wochen hatten die Gallier den TVB beim S-Cup in Altensteig im Spiel um Platz drei mit 27:24 bezwungen.

 

Erstligist stärker

„Stuttgart war deutlich stärker und hat verdient gewonnen. Der TVB hat klar gezeigt, wer der Erstligist ist, wir sind zwischenzeitlich mit 24:30 zurückgelegen“, sagt Flohr. Problematisch gestaltete sich dabei das Defensivverhalten. „Wir haben in der Abwehr keinen Zugriff auf den Kreisläufer bekommen und auch den gegnerischen Schützen zu viel Platz gelassen. Wir haben gezeigt bekommen, woran wir in den kommenden Wochen noch arbeiten müssen. Unsere Aufgabe wird sein, den Innenblock inklusive der Halbverteidigerpositionen zu stabilisieren. Eine weiteres Element ist die Kooperation mit dem Torwart“, so Flohr. Auch wenn Stuttgart dem Zweitligisten die Grenzen aufzeigte, so richtig abschütteln ließ sich der HBW nie und kam selbst nach dem 24:30-Rückstand noch einmal auf 30:32 heran. Bester Schütze der Flohr-Sieben war der Ex-Stuttgarter Sascha Pfattheicher (7/4 Tore), Je fünfmal waren Elias Fügel, Tobias Heinzelmann und Jerome Müller erfolgreich.

Mit der Vorbereitung ist Flohr insgesamt zufrieden. „Wir sind bei 80, 90 Prozent von dem, was wir uns bis zu diesem Zeitpunkt erarbeiten wollten. Das liegt auch daran, dass wir ohne Verletzungen durch die Vorbereitung gekommen sind. Im Angriff funktioniert es schon gut, wenngleich wir die linke Seite noch besser einbinden wollen. Wir sind in einem Entwicklungsprozess, den wir noch weiterführen müssen, gleichzeitig sollten aber auch die Ergebnisse passen. Ob es schon gegen Lübbecke reicht, wird man sehen“, sagt Flohr, „dann werden wir auch sehen, wie wir mit richtigen Stresssituationen umgehen.“

Sein Team habe in den vergangenen Wochen gezeigt, dass es eine hohe Qualität und eine Gewinnermentalität besitzt. „Es gab in den Spielen allerdings auch Phasen, in denen es überhaupt nicht zusammenlief. Aber da hat sich die Mannschaft immer wieder selbst herausgearbeitet“, so Floh weiter. Was ihm am besten gefallen hat? „Dass die Jungs Bock darauf haben, miteinander zu zocken und, dass die Truppe was das Leistungsvermögen angeht, sehr homogen ist. Da leistet jeder seinen Beitrag.“

„Ein geiles Abenteuer“

Flohr, der derzeit mit dem neuen Spielmacher Jannis Schneibel und Linksaußen Leo Prantner noch auf zwei Rekonvaleszente verzichten muss, ist überzeugt davon, mit seinem Team einiges erreichen zu können. „Es war vom ersten Tag an zu spüren, dass wir da ein geiles Abenteuer gestartet haben und etwas besonderes schaffen können.“