Souverän mit 34:26 gewann der HBW – links Jona Schoch, rechts Lukas Saueressig – das Vorrundenduell mit Coburg.Foto: Kara Foto: Schwarzwälder Bote

Handball: Spiel bei Absteiger Coburg steigt am Donnerstag vor 550 Zuschauern

Nach langer Zeit spielt Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten mal wieder vor Zuschauern. Beim Absteiger HSC Coburg muss die Bürkle-Sieben nicht nur gegen die Gastgeber, sondern auch gegen rund 500 Fans bestehen. Trainer Jens Bürkle fordert deshalb volle Konzentration von seinem Team.

Das packende Rennen um den Klassenerhalt geht für den Handball-Bundesligisten HBW Balingen-Weilstetten weiter. Am Donnerstag (19 Uhr) steht das Team von Trainer Jens Bürkle beim als Absteiger feststehenden Schlusslicht HSC Coburg in der Pflicht.

Vor Wochenfrist sorgte der HBW mit einem 32:30-Heimsieg im Baden-Württemberg-Derby bei den Rhein-Neckar Löwen für ein dickes Ausrufezeichen. Doch wie bedeutend der Erfolg für die Schwaben war, zeigte sich wenige Tage später, als die Eulen Ludwigshafen, denen der HBW kurz zuvor noch mit 22:27 unterlegen war, mit einem Auswärtserfolg bei TuSEM Essen (29:27), der das Ticket zurück in die 2. Liga ebenfalls schon gelöst hatte, wieder bis auf einen Punkt an den Tabellen-16. heranrückten.

Nach langer Zeit spielt der HBW mal wieder vor Zuschauern – 550 dürfen am Donnerstagabend in der HUK-Coburg-Arena dabei sein. Darüber, ob die Anfeuerungsrufe der HSC-Fans den Gästen zum Nachteil gereichen werden, mag HBW-Trainer Jens Bürkle nicht zu spekulieren: "Ich freue mich riesig darauf, wieder etwas von Bundesliga-Atmosphäre zu spüren, ich bin mal gespannt, wie sich das anfühlt. Wir wollen das ja alle seit Langem wiederhaben."

Natürlich steht Bürkles-Team in der Coburger-Arena unter Druck, denn mit einer Bilanz von 24:42 Punkten steht es ebenso wie Ludwigshafen (23:43) und auch GWD Minden (25:43) – 15. des Tableaus – in der Verlosung für die beiden noch freien Abstiegsplätze. "Es ist es wichtiges Spiel, aber das waren auch die Begegnungen zuvor bei den Eulen und gegen die Rhein-Neckar Löwen. Klar wollen wir unsere Chance nutzen. Wir wissen, dass der HSC richtig gut spielen kann, wenn man ihm die Chance dazu gibt. Wir müssen einfach konzentriert und immer dabei sein, mannschaftlich geschlossen auftreten. Aber genau das hat das Team in den vergangenen Monaten in der Mehrzahl der Spiele sehr gut gemacht. Wenn wir eine gute Abwehr stellen und im Angriff mit Selbstvertrauen spielen, haben wir eine gute Möglichkeit, das Spiel zu gewinnen", so Bürkle.

Verzichten muss er weiterhin auf die Langzeitverletzten Marcel Niemeyer und James Junior Scott, ein Einsatz von Keeper Vladimir Bozic (Wadenprobleme) würde ein zu großes Risiko bedeuten.

In der Vorrunde setzte sich der HBW gegen die Franken deutlich mit 34:26 durch, hatte im ersten Abschnitt aber gewaltige Probleme mit dem Tabellenletzten, führte zur Pause sogar etwas glücklich nur dünn mit 14:13, um in der zweiten Halbzeit für ganz klare Verhältnisse zu sorgen.

Beim HSC 2000 Coburg fällt Jakob Knauer (Achillessehnenriss) aus, Spielmacher Tobias Varvne fehlte zuletzt bei der 20:32-Niederlage bei den Füchsen Berlin, die dann auch den Abstieg für die Mannschaft von Trainer Alois Mraz bedeutete. Blenden lassen wollen sich Bürkle und seine Spieler aber nicht davon, dass die Hausherren künftig wieder in der 2. Liga dabei sind. "Wir sollten darauf vorbereitet sein, dass wir auf das beste Coburg in dieser Saison treffen", so Bürkle.

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