Auf seine Power vertrauen die "Gallier": Der russische Nationalspieler Gleb Kalarash ist schon einsatzbereit. Foto: Murat

Nur zu gerne würden Trainer Jens Bürkle und der HBW Balingen-Weilstetten nach dem 27:21-Heimerfolg über GWD Minden am Sonntag beim Aufsteiger TuS N-Lübbecke den zweiten Sieg in dieser Bundesliga- Spielzeit einfahren. Gleich dabei mithelfen soll der russische Blitz-Neuzugang Gleb Kalarash.

Den zweiten Saisonsieg peilt Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten am Sonntag bei Aufsteiger TuS N-Lübbecke an (16 Uhr, Kreissporthalle). Mithelfen soll dabei erstmals Blitz-Neuzugang Gleb Kalarash, den der HBW aufgrund der langfristigen Ausfälle von Marcel Niemeyer und Kristian Beciri verpflichtete.

Der russische Nationalspieler absolvierte am Donnerstag den Medizincheck und trainierte erstmals mit der Mannschaft. In der vergangenen Saison war der athletische, 2,05 Meter lange Kreisläufer, der die Bundesliga seit einem einjährigen Intermezzo beim SC Magdeburg kennt, noch in Diensten des nordmazedonischem Top-Teams Vardar Skopje und soll bei den "Galliern" vorrangig den Innenblock der Abwehr stärken, Jona Schoch und Daniel Ingason im Deckungszentrum entlasten, damit die beiden mehr Luft für die Offensive haben. "Gleb wird uns definitiv weiterhelfen. Wichtig ist, dass er schnell reinkommt und wir eine klare Rolle finden. Im ersten gemeinsamen Training sah das schon richtig gut aus. Man merkt, dass er in seiner Karriere schon viel gesehen und mit Trainern gearbeitet hat, die ähnliche Anforderungen wie wir stellen", sagt HBW-Trainer Jens Bürkle, der am Sonntag neben Niemeyer und Beciri auf den dritten Langzeitverletzten Oddur Grétarsson verzichten muss.

Nur zu gerne würden Bürkle und sein Team nach dem 27:21-Heimerfolg über GWD Minden am Sonntag den zweiten Sieg in dieser Spielzeit einfahren. "Wenn wir gut Handball spielen, haben wir eine gute Chance, in Lübbecke zu gewinnen. Entscheidend ist, dass wir sehr fokussiert sind, den TuS mit einer starken Abwehr zu Fehlern zwingen und diese konsequent bestrafen. Alles so, wie wir es zuletzt gegen Minden gemacht haben", so Bürkle.

Der TuS N-Lübbecke, neben dem HSV Hamburg zweiter souveräner Aufsteiger aus der Zweiten Liga, hat seine beiden bisherigen Partien zwar verloren, hielt aber sowohl gegen den Bergischen HC (20:24) als auch im Auswärtsspiel bei Frisch Auf Göppingen (24:27) lange Zeit den Anschluss. "Der TuS hat eine solide Mannschaft, die es immer wieder schafft, Spiele eng zu gestalten. Sie greift sehr geduldig und diszipliniert an und hat eine sehr robuste und harte Abwehr, gegen die wir dagegenhalten müssen", sagt Bürkle. Schlüsselspieler der Westfalen ist der Litauer Benas Petreikis. Er versteht es immer wieder, seine Mitspieler geschickt in Szene zu setzen. "Auf ihn müssen wir aufpassen", so Bürkle weiter, der bei den Gastgebern angesichts deren 0:4-Punkte-Starts den größeren Druck sieht.

So ganz ohne Sorgen geht Lübbeckes Trainer Emir Kurtagic nicht in das Heimspiel. Rückraumspieler Lutz Heiny und Kreisläufer Yannick Dräger fehlten in Göppingen wegen einer Grippe – nun stellte sich heraus, dass sich die beiden trotz vollständiger Impfung das Corona-Virus eingefangen haben und in Quarantäne müssen. Der wurfgewaltige Ex-Balinger Valentin Spohn (krank) fehlte ebenso im Aufgebot wie Neuzugang Tom Wolf, der sich vor dem Saisonstart einen Achillessehnenriss zugezogen hatte. Wegen des Ausfalls des Spielmachers verpflichtete der TuS den 26-jährige Kroaten Luka Mrakovcic (RK Zagreb) nach.