Der HBW wusste gegen Essen im ersten Abschnitt in der Deckung zu überzeugen. Foto: Kara

Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten hat einen großen Schritt im Kampf um den Klassenerhalt gemacht. Am Donnerstagabend bezwang das Team von Trainer Jens Bürkle Aufsteiger TuSEM Essen mit 31:28 (12:10).

In der Vorrunde hatte der HBW in Essen deutlich mit 27:33 verloren, in der Balinger Sparkassen-Arena aber gaben die Schwaben gegen den Neuling den Ton an und polsterten ihren Vorsprung auf die Abstiegsplätze wieder eine Tick auf. Dennoch: Der direkte Vergleich würde bei Punktgleichheit an den TuSEM Essen gehen. "Es war wahnsinnig wichtig, dass wir das Ding gewonnen haben, es stand sehr viel auf dem Spiel" sagte HBW-Linksaußen Tim Nothdurft.

Der HBW legte im ersten Abschnitt stets vor, kassierte aber nach Moritz Strosacks 6:3 (13. Minute) einen 0:3-Lauf, den Eloy Morante-Maldonado mit dem 6:6 (19.) abschloss. Das Problem der Gastgeber: Obwohl die Abwehr solide stand und Keeper Mike Jensen mit seinen Paraden für eine deutlichen Vorteil auf der Torhüter-Position sorgte, gelang es dem HBW nicht, daraus so richtig Kapital zu schlagen.

Denn in der Offensive leisteten sich die Gastgeber ebenso wie Essen zahlreiche Fehler. Zwar legte Vladan Lipovina in der 27. Minute wieder auf 11:7 für die Hausherren vor, zur Pause aber war die Führung wieder auf zwei Treffer Differenz geschrumpft (12:10).

Rote Karte gegen René Zobel

Nach der Pause aber legten die Hausherren bestens nach und erhöhte mit einem 5:1-Lauf, den Fabian Wiedersten mit den 17:11 (35.) abschloss, den Grundstein für den Sieg. Essen gab sich aber nie auf, setzte auch nach dem 26:19 (53.) von HBW-Linksaußen Tim Nothdurft, der sich bei seinen sechs Treffern wieder einmal keinen Fehlwurf leistete, und Vladan Lipovinas 27:20 weiter hartnäckig nach und stellte auf eine offene Deckung um. Mit der hatten die Gastgeber durchaus ihre Schwierigkeiten.

Begünstigt von einer Roten Karte gegen René Zobel, der Essens Justin Müller bei einer Abwehraktion im Gesicht traf, kamen die Gäste durch ein Tor des Rückraumrechten Lucas Firnhaber wieder auf 23:27 heran, doch Oddur Grétarsson verwandelte umgehend einen Siebenmeter für den HBW zum 28:23, und diese Nummer ließen sich die Schwaben nicht mehr aus der Hand nehmen – am Ende gewannen sie völlig verdient mit 31:28.

Der einzige Makel: Die Hausherren verpassten die Chance, auch den direkten Vergleich gegen den TuSEM für sich zu entscheiden – denn der gibt am Ende der Saison zwischen punktgleichen Teams den Ausschlag über die Platzierung im Endklassement.

HBW Balingen-Weilstetten: Jensen, Ruminsky, Bozic; Zobel (1), Lipovina (4), Kirveliavicius (1), Thomann, Nothdurft (6), Wiederstein (6), Grétarsson (4/3), Beciri (1), Schoch (3), Zintel (1), Scott , Saueressig (5), Strosack (4).

TuSEM Essen: Bliß, Fuchs; Beyer (5/2), Rozman (2), Durmaz, Becher (1), Ignatow (2), Szczesny (1), Jus. Müller (3), L. Firnhaber (5), Seidel (1), Morante Maldonado (3), Klingler (2), Wolf, Zechel (3).

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