Matti Flohr, Trainer des HBW Balingen-Weilstetten, erwartet von seinen „Galliern“ im Heimspiel gegen den TuS N-Lübbecke eine über 60 Minuten stabile Vorstellung.
Souverän hat Handball-Zweitligist HBW Balingen-Weilstetten am vergangenen Samstag seine Auswärtsaufgabe beim VfL Lübeck-Schwartau gelöst. An diesem Freitag steht das Team von Trainer Matti Flohr zuhause gegen den TuS N-Lübbecke in der Pflicht (20 Uhr, Mey-Generalbau Arena, Balingen) und will den nächsten Schritt nach vorne machen.
Nicht alles Gold, was glänzt
Mit 36:30 (19:13) gewannen die „Gallier“ vor Wochenfrist in Lübeck. Alles prima also? „Wenn man ein Spiel verliert, war nicht immer alles schlecht. Und wenn man ein Spiel gewinnt, war nicht alles gut“, sagt HBW-Trainer Flohr. Was dem 43-Jährigen gefiel: „Unsere Angriffsleistung war wirklich gut, in der ersten Halbzeit waren auch das Abwehr- und das Tempospiel sehr gut.“
Doch dem ließ Flohr ein dickes Aber folgen. „Wir müssen uns stabilisieren. Wie wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben, hat mir nicht gefallen. Ich habe mich geärgert, dass wir nicht mehr so konsequent gespielt und einen höheren Sieg vergeben haben. Die Konstanz bleibt bei uns ein großes Thema – und dieses Mal bitte über 60 Minuten“, sagt Flohr.
TuS startet mit 5:1 Punkten
Der TuS N-Lübbecke blieb in der Vorsaison weit hinter den Erwartungen zurück. Als einer der Aufstiegskandidaten gestartet fand sich das Team nach einer Niederlagenserie im Tabellenkeller wieder und hielt am Ende gerade mal so mit einem Punkt Vorsprung auf einen Abstiegsplatz die Klasse. „In dieser Saison ruft die Mannschaft ihre Qualität deutlich besser ab“, sagt HBW-Coach Flohr. 5:1 Punkte lautet die aktuelle Bilanz der Ostwestfalen – nach Siegen gegen Dormagen (34:30) und in Großwallstadt (26:25) trennten sie sich zuletzt vom Top-Favoriten SG BBM Bietigheim 27:27.
Wiedersehen mit Max Santos
Die Gäste warten mit einer kompakten 6:0-Deckung und einer variantenreichen Offensive auf. Dabei kommt dem Ex-Balinger Max Santos nach dem Ausfall von Yannick Dräger (Handverletzung) am Kreis eine zentrale Rolle zu. Taktgeber ist der Niederländer Niko Blaauw, „aber auch Sven Weßeling hat immer wieder gute Ideen“, so Flohr. Lutz Heiny, Jo Gerrit Genz und der Norweger Kasper Haugen Furu sind ebenfalls ständige Gefahrenherde.
HBW ohne Huber und Nagy
Die Ansage von Flohr, der auf Keeper Benedek Nagy (Fingerbruch) und Elias Huber (Knie-OP) verzichten muss, ist dennoch klar: „Ich erwarte, dass meine Jungs das zeigen, was im letzten Spiel gefehlt hat. Dass sie in der Abwehr 60 Minuten konsequent arbeiten, Tempo gehen und die Zuschauer mitreißen – dass sie ein begeisternde Spiel auf die Platte bringen.“