Nicht nur nah ran, sondern endlich wieder in die Punkte kommen will Kreisläufer Nikola Grahovac mit dem HBW Balingen-Weilstetten. Foto: /Pressefoto/Marcel von Fehrn

Mit dem Heimspiel gegen den TBV Lemgo steigt das Team von Trainer Jens Bürkle am Montagabend wieder in den Bundesliga-Alltag ein.

Die meisten Mannschaften in der Handball-Bundesliga haben die Länderspielpause bereits beendet und sind wieder in den Kampf um Punkte eingestiegen. Für den HBW Balingen-Weilstetten ist es an diesem Montag mit dem Heimspiel gegen den TBV Lemgo so weit (19 Uhr, Sparkassen-Arena Balingen).

 

Gut zwei Wochen sind vergangen, seit der HBW in Leipzig wieder einmal einen vergeblichen Anlauf auf Punkte nahm. Nach einer mauen ersten und einer starken zweiten Halbzeit zogen die „Gallier“ in Sachsen mit 25:26 den Kürzeren – es war die sechste Niederlage in Serie für den Aufsteiger, und die fiel wieder einmal nur hauchdünn aus.

Technische Fehler als Baustelle

„Wir machen das bis jetzt sehr gut,wir haben eigentlich nur eine große Baustelle. Und die ist, dass wir in den Spielen ein, zwei Fehler zu viel machen. Wir hatten bisher sieben knappe Ergebnisse und haben dabei fünf Punkte geholt, wir könnten vier Punkte mehr haben und hätten vielleicht zwei mehr holen müssen“, sagt HBW-Trainer Jens Bürkle. Zwar ziert sein Team derzeit das Tabellenende, doch allzu weit entfernt ist die Konkurrenz beileibe noch nicht. „Es liegt alles ganz eng beisammen, deshalb drehen wir jetzt auch nicht durch.“

Nationalspieler wohlbehalten zurück

In der Länderspielpause waren mit den beiden Kroaten Filip Vistorop und Nikola Grahovac, Keeper Mohamed El-Tayar (Ägypten) und Rechtsaußen Leo Prantner (Italien) vier Spiel des HBW mit ihren Nationalteams unterwegs – und alle sind wieder wohlbehalten in Balingen eingetroffen. „Sie sind körperlich gut beieinander und mit einem Lachen zurück gekommen. Es hat ihnen gut getan, mal etwas anders zu sehen“, so Bürkle. Für die anderen Spieler stand in der ersten Woche der Länderspielpause zunächst viel individuelle aber auch athletische Arbeit auf dem Programm, dann ging es an die Taktik.

Bürkle sieht realistische Siegchance

Am Montagabend kreuzt mit dem TBV Lemgo nun ein Gegner in der Balinger Arena auf, der die Kragenweite des Zweitliga-Meistes haben dürfte. „Ich denke, dass es ein Spiel auf Augenhöhe wird, Die Tagesform wird entscheiden“sagt HBW-Coach Bürkle, der für das Duell seinen kompletten Kader beisammen hat, und an der Zielsetzung lässt der Sportwissenschaftler keinen Zweifel. „Wir wollen dieses Spiel ziehen, wir wissen dass wir sportlich eine realistische Chance haben, wissen aber auch, dass Lemgo sehr vieles gut macht – die Mannschaft geht sehr gut mit dem Ball, spielt geduldig und macht nur wenige Fehler. In dieser Hinsicht ist uns Lemgo überlegen, auch das 7:6 müssen wir gut verteidigt bekommen“, sagt Bürkle.

Und wenn sein Team ein, zwei technische Fehler weniger einstreut als zuletzt, dann ist für den HBW gegen den Tabellen-15. der dritte Saisonsieg durchaus in Reichweite.