Felix König (Mi.) neben den Magdeburgern Bennet Wiegert (li.) und Christoph Theuerkauf bei einem Spiel der U-21-Nationalmannschaft. Foto: imago//Marco Wolf

Der HBW Balingen-Weilstetten kämpft am Mittwoch im Zweitligaduell beim HSC Coburg 2000 um den Einzug ins Final Four des DHB-Pokals. Geschäftsführer Felix König spricht über die historische Chance.

Ein Handball-Zweitligist wird auf alle Fälle beim Endturnier um den DHB-Pokal am 12./13. April 2025 in Köln dabei sein. Und zwar der Sieger der Partie HSC Coburg 2000 gegen den HBW Balingen-Weilstetten (Mittwoch, 19.30 Uhr/Huk-Coburg-Arena). HBW-Geschäftsführer Felix König (34) gibt Einblicke.

 

Herr König, wie sehr kribbelt es bei Ihnen?

Wir hatten viel zu tun in den vergangenen Tagen, aber wenn wir am Mittwoch aufwachen, wird das Kribbeln unglaublich hoch sein. Jedem ist bewusst, dass wir Historisches erreichen können.

Der HBW war noch nie in einem Final Four.

Alle im Verein hatten diesen Traum von der Final-Four-Teilnahme über viele Jahre hinweg im Hinterkopf. Dass wir dies nun realistischerweise auch erreichen können, elektrisiert hier alle. Wir werden von bis zu 200 Fans begleitet.

Im Zweitliga-Heimspiel im November gab’s ein klares 34:25. Ist der drittplatzierte HBW beim Zehnten in Coburg Favorit?

Überhaupt nicht. Das ist ein Fifty-fifty-Spiel. Coburg hat in der Liga gerade mal vier Punkte weniger als wir und im laufenden Pokal-Wettbewerb schon die Bundesligisten TBV Lemgo Lippe und TVB Stuttgart rausgekegelt. Das sagt schon alles.

Der HBW hat von seinen letzten drei Auswärtsspielen zwei verloren, eines unentschieden gespielt. Hätte auch insgesamt besser laufen können – oder?

Wir hatten im Sommer einen großen Umbruch mit vielen neuen Spielern. Hinzu kam mit Matthias Flohr ein neuer Trainer. Von daher sind wir durchaus zufrieden mit unserer Zwischenbilanz.

Wie wahrscheinlich ist der sofortige Wiederaufstieg?

Wir spielen in einer total verrückten Liga, in der komplett unerwartete Ergebnisse die Regel sind. Von daher wage ich erst mal gar keine Prognose.

Wie sind Sie mit den beiden Ex-Stuttgartern zufrieden?

Rechtsaußen Sascha Pfattheicher ist der Top-Torjäger der Liga, extrem sicher vom Siebenmeterstrich. Er ist eine große Stütze des Teams. Auch Jerome Müller zeigt Woche für Woche, was er kann. Ich bin unglaublich froh, dass beide bei uns spielen und nicht für einen unserer Gegner.

Wie froh sind Sie, dass Sie Ex-Nationalspieler Martin Strobel als Markenbotschafter gewinnen konnten?

Es macht mich stolz und glücklich, dass wir einen solchen Mann, der den HBW und den deutschen Handball geprägt hat, für uns gewinnen konnten. Seine Kernthemen sind Kommunikation und Vermarktung. Er tut als Gesicht des HBW dem Verein extrem gut.

Was würde eine Final-Four-Teilnahme in Köln für den HBW bedeuten?

Extrem viel. Es gibt kein geileres Event im deutschen Handball. Alle bei uns lechzen danach, dabei zu sein. Dieses Turnier mit bundesweiter Strahlkraft wäre ein mega Imagegewinn für uns, ein wesentlicher Schritt in der Entwicklung des Clubs. Und egal, ob wir oder der HSC Coburg 2000 sich qualifizieren – es spricht für die Qualität der zweiten Liga, zumal das Erreichte mit Losglück wenig zu tun hatte.

Befürchten Sie nicht, dass der Fokus auf die Liga darunter leidet?

Nein, bei all dem Hype um den Pokal – dafür ist unser Trainer viel zu fokussiert auf das große Ganze, auch die Spieler sind sich der Bedeutung der Liga voll und ganz bewusst.

DHB-Pokal

Viertelfinale
HSC Coburg 2000 – HBW Balingen-Weilstetten (Mittwoch, 19.30 Uhr), Rhein-Neckar Löwen – ThSV Eisenach, THW Kiel – VfL Gummersbach (beide Donnerstag, 19 Uhr), MT Melsungen – SG Flensburg-Handewitt (Donnerstag, 20 Uhr)

Final Four
12./13 April 2025 in der Lanxess-Arena in Köln. (jüf)