Nicht nur Kristian Beciri stand nach der Niederlage in Wetzlar die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Foto: Eibner

Die 21:33-Pleite des HBW Balingen-Weilstetten am Donnerstagabend war hochverdient. Vor allem in der zweiten Halbzeit wurden die Gäste von der HSG Wetzlar regelrecht überrollt.

Der HBW Balingen-Weilstetten hat sein Auswärtsspiel bei der HSG Wetzlar mit 21:33 verloren. Nach einer eigentlich soliden Anfangsphase handelten sich die Gäste schon zur Halbzeitpause eine Hypothek ein – und fielen in der Schlussphase komplett in sich zusammen.

Ruminsky zu Beginn im Tor

HBW-Coach Jens Bürkle schickte Mario Ruminsky, James Scott, Daniel Ingason, Vladan Lipovina, Patrick Volz, Kristian Beciri und Moritz Strosack von Beginn an auf das Parkett.

Solide Anfangsphase

Auch wenn der Positionsangriff der Balinger zu Beginn der Partie merklich stockte, schaffte man es immer wieder, mit starken Einzelaktionen zu Torerfolgen zu kommen. Allen voran waren es Scott und Lipovina, die immer wieder aus dem Rückraum gefährlich wurden und in der Anfangsphase jeweils zweimal trafen. Trotz einer frühen Unterzahl nach einer Strafe für Beciri gelang es dem Team von Jens Bürkle, die Partie offen zu halten.

Wetzlarer Doppelschlag zum 12:8

Beim Stand von 7:5 gelang es der HSG Wetzlar, mit zwei Toren in Führung zu gehen. Die Gastgeber fanden immer wieder Lücken in der Balinger Defensive und setzten sich mit einem Doppelschlag zum 12:8 erstmals deutlicher ab. HBW-Coach Bürkle reagierte prompt mit einer Auszeit und forderte sein Team zu mehr Geduld in der Offensive und mehr Aggressivität in der Abwehr auf. Außerdem nahm er Torwart Mario Ruminsky vom Feld und stellte stattdessen Simon Sejr zwischen die Pfosten.

Hessen drehen bis zur Halbzeit auf

In der Schlussphase der ersten Halbzeit nutzten die Gallier zwei Überzahlminuten, um den zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Rückstand beim Stand von 12:15 wieder zu verkürzen. Allerdings drehten dann auch die Hessen nochmals auf – und gingen dann doch mit fünf Treffern Vorsprung (17:12) in die Kabine.

Ruppige Partie

Auch nach dem Seitenwechsel wurde die Partie von beiden Mannschaften sehr intensiv – teilweise sogar ruppig – geführt, was bei der eher strengen Linie der Unparteiischen zu vielen Strafminuten führte. Doch auch eine erneute Unterzahl der Wetzlarer konnte der HBW nicht wirklich nutzen, um wieder voll ins Spiel zu kommen. Generell war die Anfangsphase der zweiten Halbzeit auf beiden Seiten von vielen Fehlern, vielen Fouls und wenig Torgefahr geprägt. In diesen zähen Minuten konnten sich die Zuschauer in der Wetzlarer Rittal-Arena kaum über ansehnlichen Handball freuen.

Eiskalt ausgekontert

Zehn Minuten vor Schluss war die Begegnung im Prinzip entschieden. Nachdem die Balinger mehr riskieren mussten, wurden sie mehrmals in Folge von der inzwischen sehr souveränen HSG ausgekontert. Das zwischenzeitliche 27:17 war die bislang höchste Führung des Abends und ließ einen Punktgewinn für den HBW frühzeitig in weite Ferne rücken. Am Ende war es eine deutlicher 33:21-Sieg für die HSG.HSG Wetzlar: Rubin 7, Cavor 5, Holst 4/2, Feld 3/1, Nyfjall 3, Forsell Schefvert 3, Fredriksen 3, Novak 2, Weissgerber 1.HBW Balingen-Weilstetten: Zintel 4, Lipovina 4/3, Volz 3, Schoch 2, Ingason 2, Scott 2, Wiederstein 1, Beciri 1, Strosack 1, Heinzelmann 1.