Der HBW Balingen-Weilstetten gewinnt sein Auswärtsspiel beim HC Elbflorenz in der 2. Handball-Bundesliga in einem Herzschlagfinale mit 28:27.
Die Spannung war vor der Partie mit Händen zu greifen. Für beide Mannschaften ging es um viel. Es dauerte bis zur fünften Minute, ehe die Gallier das 0:1 der Gastgeber egalisierten. Mex Raguse erzielte den ersten Treffer der Balinger.
Es war eine schwierige Anfangsphase, und es dauerte bis zur 18. Minute, ehe der zuletzt gestrauchelteHBW Balingen-Weilstetten auf 7:7 stellte. Die Gastgeber spielten variantenreich und standen gut in der Defensive.
Nach schönen Spielzug und einem Highlight-Tor durch Kempa-Trick führten die Gastgeber mit 10:9 nach 20 Minuten.
Keiner kann sich absetzen
Es war eine unheimlich enge Partie, ein Spiel der Abwehrreihen. Eine Zwei-Minuten-Strafe für die Gastgeber sorgte für die erste Führung der Gäste durch Tim Ruggiero Matthes. In der Folge verwandelte Sascha Pfattheicher auch seinen vierten Siebenmeter und die Gallier lagen mit 13:12 vorne. Die Mannschaft von Coach Matti Flohr agierte kurz vor der Pause clever und sicherte sich eine 16:13-Halbzeitführung.
Gallier weiter auf Kurs
In den zweiten 30 Minuten zeigten sich die Gäste gut eingestellt auf den Gegner. Tobias Heinzelmann brachte die Gallier mit dem 19:16 auf Kurs. Dazu geriet der bisherige Tabellenzweite aus Dresden für zwei Minuten in Unterzahl. Sascha Pfattheicher legte von außen das 20:16 nach.
Spitzenspiel wird enger
Ein Siebenmeter von Sascha Pfattheicher und der heimstarke HC Elbflorenz schnupperte am Comeback. Doch der HBW zeigte sich im Rückzug konsequent und ließ die Gastgeber nicht näher rankommen.
Dresden am Drücker
Um die 45. Minute hagelte es zwei Zeitstrafen für die Gäste. Yonatan Dayan hatte allerdings die passende Antwort parat. In der 48. Minute gelang den Gastgebern der 23:23-Ausgleich. Das Momentum lag nun auf Dresdner Seite. Kurz darauf war der HC Elbflorenz in doppelter Unterzahl. Mit seinem 10. Tor stellte Sascha Pfattheicher zehn Minuten vor dem Ende auf 24:23 und es ging in die Crunchtime.
Julius Dierberg stellte zunächst per verwandeltem Siebenmeter auf 24:24. Die Zuschauer hielten den Atem an. Per Gegenstoß traf Sascha Pfattheicher zum 26:25. Doch wieder konnte Dresden egalisieren.
Rückstand in Crunchtime
Ein technischer Fehler brachte den HBW sogar mit 26:27 ins Hintertreffen. Die ausverkaufte Arena wachte nun auf, doch Tim Ruggiero-Matthes blieb cool und erzielte das 27:27. Etwas mehr als drei Minuten waren noch auf der Uhr.
Ein Herzschlagfinale
Und diese 180 Sekunden waren nichts für schwache Nerven. Zunächst hielt Daniel Rebmann einen Siebenmeter. Matti Flohr nahm dann die Auszeit, Elias Huber traf zum entscheidenden 28:27, dann gab es noch eine Zeitstrafe für Csaba Leimeter, doch Dresden kam nicht mehr entscheidend zum Abschluss und die Gallier setzten zum finalen Jubel an. Der HBW beendete somit die Serie des HC Elbflorenz.
Das sagt Elias Huber
Siegtorschütze Elias Huber sagte nach dem Spiel: „Wir sind erstmal mega happy. Wir wissen, dass es hier in Dresden extrem schwer ist. Wir wollten hier die Party crashen. Es war auf beiden extrem viel Druck. Wir haben es angenommen, am Ende war es natürlich auch ein bisschen Glück.“