Der HBW Balingen-Weilstetten schließt die englische Woche in der zweiten Handball-Bundesliga mit einem starken 39:24 (20:13)- Sieg gegen den HSC 2000 Coburg ab.
Die Zuschauer in der Mey Generalbau Arena durften sich auf ein Spitzenspiel in der 2. Handball-Bundesliga freuen.
Es war das Duell der Tabellenzweiten mit dem Tabellensiebten, und beide Teams waren aktuell sehr formstark.
Die Gallier gingen ohne Mex Raguse aber mit viel Selbstvertrauen aus zuletzt drei Siegen in die Partie. Coburg patzte zwar jüngst gegen Bietigheim, war sich aber gewiss, dass ihre Toptorjäger Janis Pavels Valkovskis und Jesper Schmidt gewohnt performen würden. Mit Petros Boukovinas hatte der HSC 2000 auch einen starken Keeper in seinen Reihen.
Erinnerung ans Hinspiel
Das Duell in der Hinrunde ging mit 37:28 überraschend klar an Coburg. Da hatte der HBW im Rückspiel noch eine Rechnung offen. Georg Pöhle eröffnete für die Gastgeber. Nach fünf Minuten lag der HSC 2000 Coburg beim 3:2 aber das erste Mal in Front. Es war eine sehr lebendige Anfangsphase, in der sich die Gäste keineswegs versteckten.
Georg Pöhle traf jedoch zum 5:3 und damit zur ersten Zwei-Tore-Führung der Gallier. Die Mannschaft von Trainer Matti Flohr war nun gut in der Partie. Das waren auf beiden Seite auch die Torhüter. Daniel Rebmann hatte früh zwei Paraden, sein Gegenüber, Gästetorhüter Petros Boukovinas, sogar derer drei.
Kurze Aufregung
Dann gab es einen leichten Schubser von Bennet Strobel gegen Bartlomiej Bis, der daraufhin unglücklich umknickte. Für den polnischen Kreisläufer ging es zunächst nicht weiter. Strobel musste für zwei Minuten raus.
Coburg schüttelt sich
Nach Toren von Tobias Heinzelmann und Elias Fügel stand es 12:8 für die Gallier und Coburg musste zum ersten Mal die Auszeit nehmen. Bei Coburg schlichen sich jetzt auch technische Fehler ein. Taktisch setzte der HBW indessen mit Magnus Grupe und Yonatan Dayan offensiv Akzente. So bauten die Gastgeber den Vorsprung bis zur Pause auf 20:13 aus.
Gallier revanchieren sich
Der HBW Balingen-Weilstetten kam auch gut in die zweiten 30 Minuten. Die Coburger Abwehr brachte die Gallier im Eins-gegen-eins nicht mehr gestoppt. Nach 36 Minuten stand es 24:16.
Der Vorsprung wächst
Schnelle Torabschlüsse prägten weiter das Bild. Beim 26:16 waren es erstmals zehn Tore Vorsprung für das Team von Matti Flohr. 2143 Zuschauer sahen einen starken HBW, der nun munter durchwechselte. Jakob Knauer musste aufseiten der Gäste mit Rot vom Feld. Damit war die Partie eigentlich durch. Die Coburger Gegenwehr erlahmte.
Parade um Parade
In der 50. Minute zeigte Daniel Rebmann seine 13. Parade. Seine Fanquote lag bei 40 Prozent. Das 34:21 durch tollen Éinsatz von Tobias Heinzelmann begeisterte die HBW-Fans.
Die beiden Punkte blieben letztlich deutlich in Balingen. Für den HSC 2000 Coburg war es ein gebrauchter Tag. Für die Mannschaft von Trainer Matti Flohr war es der vierte Sieg in Folge. Die Gallier stehen somit wieder toll da im Aufstiegsrennen. Doch es bleibt weiter unglaublich eng.
Magnus Grupe erleichtert
Magnus Grupe, der viel Spielzeit von HBW-Coach Matti Flohr erhalten hatte, sagte nach dem Spiel: „Wir wollten hier unbedingt ein Zeichen setzen. Ich bin froh über den Sieg und die Revanche.
HBW Balingen-Weilstetten – HSC 2000 Coburg 39:24 (20:13)
HBW: Rebmann, Nagy; Ruggiero-Matthes, Huber (1), Grupe (5), Strobel (4), Fuß (2), Grüner (2), Wente, Fügel (6), Heinzelmann (5), Pfattheicher (5/3), Dayan (2), Leimeter (2), Pöhle (5).
HSC 2000 Coburg: Boukovinas, Apfel; Düsterhöft, Bis (3), Ossowski(2), Belbey, Kontrec, Lisac (2/1), Krone, Knauer (5), Valkovskis (4), Röller (5), Schmidt (3/1).