Ernüchterung auf der Bank (von links): Jona Schoch, Fabian Wiederstein und Gregor Thomann konnten die deutliche Niederlage in Mannheim nicht verhindern. Foto: Eibner

Dass die Aufgabe in der SAP-Arena nicht einfach werden würde, war allen Beteiligten im Vorfeld klar. Nach der 23:34-Pleite gegen die Rhein-Neckar Löwen machte sich beim HBW Balingen-Weilstetten dennoch Enttäuschung breit.

Dass die Aufgabe in der SAP-Arena nicht einfach werden würde, war allen Beteiligten im Vorfeld klar. Nach der 23:34-Pleite gegen die Rhein-Neckar Löwen machte sich beim HBW Balingen-Weilstetten dennoch Enttäuschung breit.

Für HBW-Coach Jens Bürkle hatte die deutliche Niederlage in Mannheim vor allem zwei Gründe. Zum einen sei seine Mannschaft zu weit von ihrer Bestform entfernt gewesen. "Wir sind überhaupt nicht gut ins Spiel gekommen, hatten dann aber eine Phase, in der wir uns gefangen haben. Aber insgesamt haben wir zu viele technische Fehler gemacht und so die Löwen immer wieder zu Kontern eingeladen. Diese einfachen Ballverluste und die Fehler in der Defensive – vor allem im Rückzugsverhalten – haben uns heute das Genick gebrochen", so der 41-Jährige. Auf der anderen Seite sei man auf einen sehr starken Gegner getroffen, der an diesem Abend selbst mit einer Glanzleistung nur schwer zu bezwingen gewesen wäre. Die Löwen traten souverän auf und hatten die Partie über 60 Minuten unter Kontrolle. "Auch wenn wir in der gleichen Liga sind – an solchen Tagen spielen sie eben in einer anderen Liga als wir. Wir haben es nicht geschafft, sie aus ihrem Spielfluss zu bringen", lobte Bürkle den Gegner.

Während die Löwen mit ihrem vierten Saisonsieg den Anschluss an die Spitzenplätze wieder hergestellt haben, wird die Luft für die Gallier im Abstiegskampf dünner. Mit zwei Siegen und sieben Niederlagen aus den ersten elf Saisonspielen lassen die Balinger bislang nur das punktlose Schlusslicht GWD Minden hinter sich. "Wir wissen natürlich um die Situation. Aber wir haben viele Spieler, die sich im Abstiegskampf auskennen. Wir werden uns weiter auf uns konzentrieren, hart arbeiten und vor allem Ruhe bewahren. Das hat uns in den letzten Jahren ausgezeichnet", lautet Jens Bürkles Appell an Mannschaft und Fans. Die nächste Chance auf Punkte bietet sich nach der Länderspielpause im Heimspiel gegen den HC Erlangen.