Party-Time war beim HBW Balingen-Weilstetten nach dem Sieg in Magdeburg angesagt. Foto: Eibner

Das waren richtig dicke Punkte im Rennen um den Klassenerhalt in der Handball-Bundesliga. Der HBW Balingen-Weilstetten setzte sich am Donnerstagabend völlig überraschend mit 28:26 (12:13) beim Tabellenvierten SC Magdeburg durch.

Der HBW spielte in der Magdeburger Getec-Arena stark. Obwohl neben dem Langzeitverletzten Marcel Niemeyer die beiden Rückraumlinken Jona Schoch und James Junior Scott aber auch Rechtsaußen Gregor Thomann verletzt passen mussten und mit dem künftigen Magdeburger Mike Jensen (Rückenprobleme) der Balinger Torhüter Nummer 1 nur auf der Bank saß, boten die Schwaben dem Tabellenvierten nicht nur ordentlich Paroli, sondern dominierten die Partie über weite Strecken. Torhüter Mario Ruminsky – er entschied den Vergleich der Torhüter nicht nur wegen drei gehaltener Siebenmeter deutlich für sich – war mehr als ein Jensen-Ersatz, die Deckung lieferte einen sehr guten Job ab, und auch die Offensive zündete so richtig. Auch weil Trainer Jens Bürkle im Angriff über weite Strecken der Begnung auf einen siebten Feldpieler setzte. Fünf Minuten vor dem Ende führten die Gäste in der Magdeburger Getec-Arena nach einem Doppelpack von Vladan Lipovina satt mit 28:22. Zwar ließ der HBW danach noch einige Chancen liegen, der Sieg aber geriet nicht mehr in Gefahr.

"Das waren zwei wichtige Punkte. es war ein tolles Spiel, es war toll, wie wir die Ausfälle kompensiert haben, es war eine tolle Leistung meiner Mannschaft, aus der ich keinen herausheben möchte. Ich habe allerdings lange Zeit gebangt, weil wir in der Schlussphase ein bisschen fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen sind", sagte ein glücklicher HBW-Trainer Jens Bürkle nach dem Spiel.

Zwar setzte Omar Ingi Magnusson per Siebenmeter den ersten Treffer der Partie, aber das Team von Bürkle antwortete mit vier Treffern Serie. Drei davon setzten Kristian Beciri und Vladan Lipovina mit zwei Treffern ins verwaiste SCM-Tor in Überzahl, als Christoph Steinert eine Zeitstrafe absaß. Nach dem 4:1 lieferten sich die beiden Mannschaften einen offenen Schlagabtausch. Björn Zintel setzte in der zwölften Minute das 9:6 für die Gäste. Allerdings leistete sich der HBW in der Folge einige Fehler in der Offensive. Und obschon Keeper Mario Ruminsky Magnusson nun gleich zwei Siebenmeter abkaufte, legte Magdeburg einen 7:2-Lauf hin, riss die Führung wieder an sich und lag nach einem Treffer von Tim Hornke nach 26 Minuten mit 13:11 in Front. Lukas Saueressig sorgte nach einem feinen Kempa-Anspiel von Lipovina dafür, dass der HBW mit einem 12:13-Rückstand in die Pause ging.

Doch der HBW wendete das Blatt, legte durch zwei Treffer von Björn Zintel wieder vor (15:14/33.) und setzte sich peu à peu ab. Beciri und Lipovina machten aus einem 22:20 (43.) ein 24:20 (46.), und fortan hielten die Gäste ihren Vorsprung nicht nur, sondern setzten sich bis auf 28:22 ab.SC Magdeburg: Green, Thulin; Musa (1), Chrapkowski , Kluge, Steinert, Pettersson (1), Magnusson (7/4), Hornke (3/1), Gullerud (1), Mertens (3), O’Sullivan (5), Bezjak (1), Damgaard (4), Preuss.HBW Balingen-Weilstetten: Ruminsky, Bozic, Jensen; Zobel, Lipovina (7), Kirveliavicius, Nothdurft (1), Wiederstein (1), Grètarsson (6/4), Diebel, Beciri (4), Zintel (3), Saueressig (3), Heinzelmann, Strosack (3).

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: