Gegen die Eulen Ludwigshafen reicht dem HBW Balingen-Weilstetten eine gute zweite Halbzeit, um den sechsten Sieg in Serie einzufahren.
Ein Blick auf die Tabelle der 2. Bundesliga vor dem 24. Spieltag klärte die Favoritenrolle im Vorfeld des Duells zwischen dem HBW Balingen-Weilstetten und den Eulen Ludwigshafen recht schnell. Während die Hausherren mit 36:10 Punkten aus 23 Spielen Tabellenplatz zwei belegen, stecken die Gäste mit 18:28 mitten im Abstiegskampf.
Schwacher Start
Doch wie so häufig ist die Statistik die eine und die Leistung auf der Platte eine andere. Die Hausherren taten sich gegen leidenschaftlich kämpfende Gäste sehr schwer Lücken zu finden. Erschwerend kam hinzu, dass sich die „Gallier“ durch Zeitstrafen immer wieder selbst schwächten. Die 2:0-Führung der Gäste egalisierten Csaba Leimeter und Magnus Grupe jedoch postwendend. In der Folge legten die Gastgeber vor und die Eulen zogen nach. Auch eine zwischenzeitliche 9:8-Führung der Gäste brachte den Aufstiegskandidaten nicht aus der Ruhe. In der Abwehr agierten die „Gallier“ nun deutlich wacher und so ergaben sich immer wieder Chancen, auf einfache Tempogegenstöße. Da Ludwigshafen zwischendurch ohne Torhüter agierte und mit sieben Feldspielern angriff, wurden Ballgewinne nun doppelt belohnt. So wie von HBW-Kapitän Tobias Heinzelmann, der sich beim Stand von 9:9 den Ball per Steal holte und dann in bester Quarterback-Manier ins leere Tor traf.
Heinzelmann als Balldieb
Nur sechs Minuten später war es erneut Heinzelmann, der bei einem Querpass dazwischen ging und den anschließenden Tempogegenstoß souverän zur ersten Drei-Tore-Führung versenkte (15:12). In der Schlussphase des ersten Abschnitts hatten die „Gallier“ das eine oder andere Mal etwas Wurfpech oder fanden einen gut aufgelegte Ziga Urbic im Eulen-Tor, sodass es beim 16:14 in die Pause ging. Im zweiten Durchgang konnten die Hausherren dann langsam, aber stetig, den Vorsprung ausbauen, was mitunter auch daran lag, dass Benedek Nagy im HBW-Tor zur Hochform auflief und gleich mehrere Chancen der Gäste bravourös vereitelte. Auch eine zwischenzeitliche 3:3-Deckung der Eulen stellte den Tabellenzweiten nur kurzzeitig vor Probleme.
Fehler verhindern Kantersieg
In Minute 50 führte der HBW Balingen-Weilstetten mit 26:20. Sieben Minuten später stellte Tobias Heinzelmann und dem Jubel der 2234 Zuschauer in der Mey Generalbau Arena auf 30:22 und machte so den Deckel auf den Heimerfolg. Dass es am Ende dann kein Kantersieg wurde, lag daran, dass die HBW-Offensive im Abschluss nicht mehr ganz so zielstrebig agierte und auch öfters die Standfestigkeit des Gebälks testete. So durften man einen 31:24-Sieg feiern, der bei konsequenterer Chancenauswertung durchaus hätte höher ausfallen können, wenn nicht sogar müssen.
Für die „Gallier“ geht es nun in eine kleine Länderspiel-Pause, ehe sie am 28. März beim TuS Ferndorf ihre Visitenkarte abgeben Das nächste Heimspiel steigt dann am 5. April gegen Schlusslicht HC Oppenweiler/Backnang.
Statistik
HBW Balingen-Weilstetten: Rebmann, Nagy; Ruggiero-Matthes (1), Raguse (1), Huber (6), Grupe (2), Strobel, Fuß (2), Grüner (1), Fügel (1), Heinzelmann (4), Pfattheicher (2/2), Dayan (4), Leimeter (3), Pöhle (3), Bauer (1).Die Eulen Ludwigshafen: Wenning, Urbic; Stüber (3), Menges (2), Schaller (4/1), Eisel (4), Bülow (2), Zobel (2), Hein, Falk (3), Schwarzer (2), Röller, Straub, Reis, de Hooge, Leun (2).