Dienststellenleiter Andreas Bach (von links) und Hausnotruftechniker Manfred Schmidl präsentieren in der Schwenninger Johanniter-Rettungswache die neue Generation von Basisstationen mit Mobilgeräten und Handsendern. Foto: Jochen Schwillo

Zu den gefragten Dienstleistungen der Johanniter Unfall Hilfe gehört der Hausnotruf.

Im Bereich der Dienststelle Singen-Villingen-Schwenningen werden derzeit circa insgesamt 850 Personen betreut.

 

Durch die gestiegene Nachfrage hat man sich nun entschlossen, am Johanniter-Standort in Schwenningen, die Stelle eines Hausnotruftechnikers zu schaffen, der speziell für den Schwarzwald-Baar-Kreis und den Kreis Tuttlingen zuständig ist.

Mit 45 Kunden fing es an

Seit gut einem halben Jahr ist hier Manfred Schmidl der zuständige Mann, wenn es um die Installation von Hausnotrufen geht. „Wir hatten anfangs rund 45 Kunden, jetzt sind wir bei 140 Leuten angelangt“, sagt Schmidl, der noch betont, dass ihn die Arbeit nicht ausgeht. Innerhalb einer Woche wolle man die Aufträge erledigen, so der Techniker.

Der Beweggrund, dass sich besonders viele Angehörige dafür entscheiden, dass ihre älteren Familienmitglieder einen Hausnotruf bekommen, ist dass sie ihr Leben in den eigenen vier Wänden verbringen können und nicht in ein Pflegeheim kommen, was sich viele Leute auch einfach nicht leisten können. Daher ist das Angebot des Hausnotrufes eine Alternative, die für viele Kunden auch bezahlbar ist.

Pflegekasse übernimmt

Die Kosten hierfür werden auch von der Pflegekasse übernommen. Neben der klassischen Hausnotruf-Basisstation für Zuhause, die mit Handsender ausgestattet ist, gibt es auch die Möglichkeit für mehr Reichweite.

„Dank eines Mobilgerät wird im Notfall über das Mobilfunknetz eine Verbindung zu den Johannitern hergestellt“, sagt Dienststellenleiter Andreas Bach. Hierfür stehen Geräte der neuesten Generation zur Verfügung. So kann man außerhalb der eigenen vier Wände zum Beispiel bei Ausflügen, beim Einkaufen oder auf einer Reise innerhalb Deutschlands den Service des Hausnotrufs nutzen.

„Die GPS-Funktion zeigt unserem geschulten Fachpersonal, wo der Notruf abgesetzt wurde“, so Bach und erklärt, dass dann schnelle und kompetente Hilfe komme, sei es durch Notarzt oder dem Rettungsdienst. Auf Wunsch können auch Angehörige informiert werden. Diese haben obendrein die Möglichkeit per App mit dem Hausnotruf verbunden zu sein.

Immer mehr Helfer wirken mit

Der Hausnotruf wird seit 2023 vom neuen Johanniter-Standort an der Schwenninger Klippeneckstraße koordiniert. Zuvor war man im Schwenninger „Bärenpark“ mit einem kleinen Büro ansässig. Dank der neuen Räume im Industriegebiet konnte man auch den Stamm der ehrenamtlichen Helfer ausbauen. „Wir haben hier auch guten Zulauf für die Erste-Hilfe-Kurse“, so Andreas Bach.