Bürgermeisterin Vanessa Schmidt kündigte bei ihrer Haushaltsrede Einschnitte an. Foto: Ortmann

Die Pro-Kopf-Verschuldung in Alpirsbach steigt in diesem Jahr voraussichtlich so stark an, dass der Wert über dem Landesdurchschnitt liegen wird.

In der jüngsten Sitzung des Alpirsbacher Gemeinderats hielt Bürgermeisterin Vanessa Schmidt ihre Haushaltsrede. Wie sie ausführte, sei der vorgelegte Haushalt kein einfacher, aber ein ehrlicher und notwendiger Haushalt. „Er zeigt deutlich, vor welchen Herausforderungen wir stehen und zeigt ebenso klar, dass wir handeln müssen“, betonte sie.

 

Die Rahmenbedingungen würden schwieriger, erklärte die Bürgermeisterin. Dies zeige sich auch an der Entwicklung der Einwohnerzahlen. Waren es Anfang der 2020er Jahre noch über 7000 Einwohner, so sei diese Zahl auf 6100 im Juli 2025 gesunken. Das Defizit im Haushalt sei in diesem Jahr deutlich höher als 2025. Dieser Rückgang wirke sich unmittelbar auf die Einnahmen aus und verschärft die strukturelle Situation.

Defizit von 3,29 Millionen Euro

Damit steige das Defizit auf 3,29 Millionen Euro. „Wir sind derzeit nicht in der Lage unsere eigenen Aufwendungen mit eigenen Erträgen zu decken“, resümierte sie. Weiter führte sie aus, dass in diesem Jahr Investitionen in Höhe von knapp 7 Millionen Euro anstünden. Dazu gehöre unter anderem der Neubau des Feuerwehrhauses, die Anschaffung einer Drehleiter für die Feuerwehr und Straßensanierungsmaßnahmen.

Um dies alles zu finanzieren, komme die Stadt nicht um eine Kreditaufnahme in Höhe von 2,65 Millionen Euro herum. Damit steigt die Verschuldung auf 15,3 Millionen mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 869 Euro, die damit über dem Landesdurchschnitt liege.

4,6 Millionen für den Kreis

Zu den aufgeführten Umlagen wie Kreis-, Finanzausgleich- und Gewerbesteuerumlage nannte sie explizit die hohe Kreisumlage mit 4,6 Millionen Euro. Sie stellte dann fest, dass die Aufgaben zwar steigen, aber nicht im gleichen Maße die Mittel dafür. Es müsse nach dem Prinzip gehen, wer bestellt, der bezahlt.

Mit der Wiederbelebung der Haushaltskonsolidierungskommission seien schon einige Vorschläge eingebracht worden, die bei den nächsten Sitzungen vorgestellt würden. Es werde Einschnitte geben und es werde nicht ohne die Mitwirkung Aller gehen.