Das Pfarrhaus in Oberweier. Foto: Bohnert-Seidel

Der Haushaltsplan für das kommende Jahr beschäftigte den Oberweierer Ortschaftsrat. Eines der Top-Projekte: die Sanierung des Pfarrhauses.

Die Finanzmittelanmeldung für den Haushaltsplan 2026 hat der Ortschaftsrat bei seiner letzten Sitzung vor den Sommerferien fertiggestellt. Gleich zu Beginn betonte Ortsvorsteher Andreas Bix: „Ein Wünsch-mir-Was haben wir in Oberweier noch nie gehabt. Traumschlösservorstellungen gibt es bei uns auch nicht. Dinge, die notwendig sind werden in den Haushalt eingebracht.“

 

Wichtig sei da ein Betrag in Höhe von 2000 Euro für die Städtepartnerschaft mit Dorlisheim. Außerdem bleibt die Planungsrate in Höhe von 50 000 Euro für die Instandsetzung des Pfarrhauses als Übertrag von den Jahren 2024, 2025 in 2026 erhalten.

„Das Pfarrhaus ist unser absolutes Prioritätsobjekt, damit dessen Instandsetzung in Richtung Vereinshaus vorangeht“, erklärte Bix. Die Gesamtkosten dafür lägen bei geschätzten 750 000 Euro. Im Grund war diese Sanierung als Leuchtturmprojekt im Programm „Entwicklung Ländlicher Raum“ (ELR). In der Bewerbung habe dieses auch eine Art Schönheitspreis gewonnen.

Vereine momentan im alten Schulhaus untergebracht

Nur leider sei das ELR-Programm jetzt ausgelaufen. Andere Projekte wie die Ärzteversorgung in Oberschopfheim waren dringender. Künftig wird die Gemeinde dennoch Fördermittel aus dem Sanierungsprogramm beantragen.

Die Entwicklung des Pfarrhauses zum Vereinshaus stehe in unmittelbarem Zusammenhang zum Gesamtkonzept Entwicklung Ganztagsgrundschule in Oberweier. Maßnahmen an der Grundschule seien notwendig und Räume gebraucht. Aktuell sind im alten Schulhaus Vereine untergebracht. Außerdem sei die Gemeinde in Verhandlungen zum Kauf des Pfarrheims in Oberweier. Für den Kauf von Immobilien stünde im Haushalt der Gemeinde generell ein Betrag in Höhe von einer Million bereit.

Offen stehe an der Grundschule in Oberweier noch immer die weitere Sanierung der Toilettenanlage für Mädchen und Lehrer im ersten Obergeschoss. 55 000 Euro sind veranschlagt. Dringend notwendig sei ein Anstrich von Holz, Fenstern und Gesims an der Ortsverwaltung. 20 000 Euro sind vorgesehen. Für die Waldmattenhalle liegt bereits ein Angebot in Höhe von 35 000 Euro für einen mobilen Raumteiler vor, um die Halle in zwei Teilstücke zu trennen. 10 000 Euro sind dafür bereits im Haushalt 2025 enthalten.

75 000 Euro für den Alten Festplatz

Dringend notwendig sei die Schaffung eines neuen Feldes für Urnenerdgräber. Die Gesamtkosten werden auf 110 000 Euro geschätzt.

Noch in diesem Jahr soll sowohl der Freizeitplatz „Alter Festplatz“ in der Palmengasse mit 75 000 Euro gestaltet werden. Eine Neugestaltung soll auch der Holzplatz „Am Loheck“ mit einem Betrag in Höhe von 80 000 Euro erhalten. Beide Plätze sollen noch in diesem Jahr der Öffentlichkeit übergeben werden. Falls nicht, werden die Beträge in den Haushaltsplan 2026 übernommen.

Für die Sternenberghalle mahnte Rainer Moser einen Fahrradabstellplatz an. Viele Menschen seien mittlerweile mit einem Jobrad unterwegs und über den Leasingvertrag zur besten Absicherungen der Fahrräder verpflichtet.

Mittelfristige Pläne

In der mittelfristigen Finanzplanung sieht der Haushalt für die kommenden Jahre die große Projektierung zur Kanalsanierung und Fremdwasserbeseitigung „Im Ried“ vor. Noch halte die Bachmauer in Oberweier. Dringende Sanierungsarbeiten wie sie die Beläge in der Kähnerbergstraße und Oberschopfheimer Straße erkennen lassen, stünden erst auf der Tagesordnung, wenn die Kanäle darunter instand gesetzt werden müssten. Eventuell sollen ELR-Mittel für die Einrichtung eines Archivraums für historische Dokumente für das Museum Friesenheim in Oberweier beantragt werden.