Die Gemeinde Mönchweiler hat den Haushalt 2026 verabschiedet. Neue Kredite sind nicht vorgesehen, Sorgen bereitet jedoch der Ergebnishaushalt.
Vorberaten und so genehmigt: Rechnungsamtsleiterin Nicole Dold brachte den Haushaltsplan für das Jahr 2026 zur Abstimmung und erhielt viel Lob für hervorragende Arbeit.
Alle besprochenen Änderungen wurden in den Plan eingearbeitet – unter anderem die Anpassung der Gebühren im Bereich Wasser und Abwasser, die Streichung der Küche in der Alemannenhalle. Im Ergebnishaushalt wird im Jahr 2026 mit einer Unterdeckung von 296 100 Euro gerechnet.
Auch in der Finanzplanung muss aktuell mit Fehlbeträgen gerechnet werden. Diese können aber vollständig über die Ergebnisrücklage abgedeckt werden. Im Investitionsprogramm stehen 3,931 Millionen Euro Auszahlungen 683 000 Euro Einzahlungen gegenüber. Die beiden Eigenbetriebe Wohn.Park (21 000 Euro) und Kalte Nahwärme (33 700 Euro) schließen mit einem Verlust ab.
Zwar geht es der Gemeinde Mönchweiler noch verhältnismäßig gut mit ihren Finanzen – doch die Löcher werden auch hier größer und größer. Vor allem der Ergebnishaushalt macht der Gemeinde Sorgen. Kaum Einsparmöglichkeiten und geringere Einnahmen belasten die Gemeinde – und auch zukünftig ist keine Besserung in Sicht.
Bürgermeister Rudolf Fluck nahm in seiner Haushaltsrede kein Blatt vor den Mund: 225 Einwohner hat der Zensus die Gemeinde gekostet – Zahlen, die seiner Ansicht und der Ansicht vieler Amtskollegen nach falsch ermittelt wurden. Das werde man nicht hinnehmen, deshalb werde man wohl um einen Rechtsstreit nicht herumkommen. „Da geht uns richtig viel Geld verloren, das uns fehlt“.
Investitionen in die Zukunft
Groß investiert die Gemeinde in die Zukunft – für Sicherheit, Grundversorgung, Sozialraum und Bildung. Seit 2016 habe die Gemeinde keinen Kredit mehr aufnehmen müssen. „Und das bleibt auch 2026 so“, erklärte Fluck.
Für die Unabhängigen Bürger übernahm Wolfgang Eich die Einschätzung der Finanzen. Vor allem die hohen Ausgaben, sinnvoll investiert in die Freiwillige Feuerwehr Mönchweiler, hob er hervor. Vorsichtig und sinnvoll müsse man in Zukunft agieren – mit seiner Einschätzung steht er nicht alleine da. Kritik übte Eich an den Abschreibungen: „Sie belasten den Haushalt und die Belastungen werden mit jeder Baumaßnahme höher.“
Lob für gute Zusammenarbeit
Für Andreas Staiger von der CDU sind die Möglichkeiten, in die funktionierenden Strukturen der freiwilligen Leistungen einzugreifen schwierig. „Was man hier aufgibt, bekommt man in Zukunft ziemlich sicher nicht mehr zurück“. Auch für ihn sind Investitionen in Sicherheit, Zukunft und Bildung unverzichtbar. Und auch er sieht die schwankenden Gewerbesteuereinnahmen angesichts unsicherer Gemengelage kritisch.
Für Thorsten Fitzon ist der Blick auf die Bildung und die Sozialraumentwicklung wichtig. Man müsse Vorhaben sorgfältig pflegen und schnell reagieren, wenn sich Möglichkeiten eröffnen.
Lob für die Aufstellung des Haushalts und die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Gemeinderat und Verwaltung gab es zuhauf – ein Hinweis auf große Harmonie in vielen Bereichen.