An der Einmündung in die Kreisstraße soll der neue Kreisverkehrsplatz gebaut werden. Foto: Stadt Sulz

Im Rahmen des Haushaltsplans 2025 verabschiedete der Zweckverband Interkommunales Gewerbegebiet Sulz/Vöhringen bedeutende Investitionen, darunter den Bau eines neuen Kreisverkehrs zur besseren Anbindung des Gewerbegebiets.

Der Zweckverband Interkommunales Gewerbegebiet Sulz/Vöhringen hat bei seiner Sitzung im Vöhringer Rathaus seinen diesjährigen Haushaltsplan verabschiedet. Mit der Erschließung des Abschnitts C stehen wieder größere Investitionen an.

 

Dazu gehört der Bau des Kreisverkehrs an der Einmündung Meboldstraße/K5505, der das Gewerbegebiet Kastell mit dem „InPark“ verbindet. Die Zweckverbandsmitglieder vergaben die Tief- und Straßenbauarbeiten an die Firma Lupold in Vöhringen für 1,06 Millionen Euro. Fünf von acht Unternehmen hatten Angebote abgegeben. Am Ende gab es ein knappes Vergabeergebnis.

Weniger Kosten sind erfreulich

Erfreulich dabei: „Ursprünglich waren wir von 1,25 Millionen Euro ausgegangen, mit 1,06 Millionen Euro sind wir zufrieden“, stellte Jochen Steinwand vom Sulzer Stadtbauamt fest. Er hatte nochmals kurz das Bauvorhaben vorgestellt. Demnach kostet der reine Straßenbau 700 000 Euro.

Mit dem neuen Kreisverkehrsplatz erhält das interkommunale Gewerbegebiet eine zweite Zufahrt. Er hat einem Durchmesser von 40 Metern und ähnelt dem Kreisel für die bereits fertigen Erschließungsabschnitte A und B. Neben der besseren Erschließung des „InParks“ werden die Fuß- und Radwegverbindungen von Kastell und Sigmarswangen zum Gewerbegebiet und nach Vöhringen verbessert. Eine Besonderheit wird die Querungshilfe mit einer Breite von 2,30 Metern sein.

Vollsperrung ab August

Baubeginn ist Mitte April, das Bauende in den Sommerferien Ende August. Während des Baubetriebs soll der Verkehr mit Ampel geregelt werden. Zugesichert wird, dass der die Zufahrt zur Gärtnerei Pendl bis 30. Mai uneingeschränkt möglich ist. Eine Vollsperrung wird dann aber notwendig, wenn die Tragschicht im August eingebaut wird. Das werde für maximal zehn Tage erforderlich, teilte Steinwand mit. Parallel dazu laufen noch andere Bauarbeiten, die den Verkehr beeinträchtigen. So wird, ebenfalls von April bis August die Autobahnbrücke zwischen Vöhringen und Wittershausen saniert. Außerdem beginnt Anfang April bis Oktober die Sanierung des Autobahnabschnitts Sulz-Oberndorf.

Der Sulzer Wirtschaftsförderer Hartmut Walter bezeichnete den neuen Kreisverkehr als einen „dicken Brocken“. Aber auch er zeigte sich mit dem Ausschreibungsergebnis zufrieden. Das stimme ihn optimistisch, dass der Zweckverband für die Ausschreibung der inneren Erschließung ebenfalls gute Ergebnisse bekomme. Ein Teil davon fällt noch in diesem Jahr an.

„Wir bauen für die nächsten zehn bis zwölf Jahre“

Die Kosten für den zweiten Kreisel sind im Haushaltsplan berücksichtigt. Insgesamt sind für dieses Jahr Investitionen von 2,8 Millionen Euro und fürs kommende Jahr 2026 nochmals 4,55 Millionen Euro vorgesehen. Die Haushaltsplanung sei für die Zukunft ausgerichtet: „Wir bauen für die nächsten zehn bis zwölf Jahre“, sagte Walter.

Nachfrage ist vorhanden

Es müssten zwar Kredite aufgenommen werden, dafür erhalte man mit dem Abschnitt C jedoch zehn Hektar erschlossenes Bauland. „Das ist ein guter Gegenwert“, ist Walter überzeugt. Mit dem Verkauf von Grundstücken könnten die Schulden getilgt werden, bezog er sich auf Erfahrungswerte beim ersten Bauabschnitt A. Für den neuen Erschließungsteil gebe es bereits Nachfragen.

2,22 Millionen Euro Kreditaufnahmen

Verbandsrechnerin Helena Hermann stellte die Eckdaten des Haushaltsplans 2025 vor. Demnach umfasst der Ergebnishaushalt Einnahmen und Ausgaben in Höhe von jeweils 271 000 Euro. Die Betriebskostenumlage beträgt 215 200 Euro. Davon übernimmt die Stadt Sulz 150 640 Euro und die Gemeinde Vöhringen 64 560 Euro. Der Gesamtbetrag der Kreditaufnahmen für Investitionen ist mit 2,22 Millionen Euro festgesetzt. Die Zweckverbandsversammlung verabschiedete den Haushaltsplan ohne Diskussion einstimmig.