Zur Haushaltskonsolidierung in Lörrach hat unser Leser Karlheinz Breuer eine klare Meinung.
Die jüngste Selbstdarstellung der Stadtverwaltung ist an Widersprüchlichkeit kaum zu überbieten. Während Oberbürgermeister Jörg Lutz und Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdić die „verantwortungsvolle“ Politik betonen, steht Lörrach finanziell am Abgrund. Dass man nun als Bittsteller nach Stuttgart zieht und über mangelnde Landeshilfen klagt, ist ein durchschaubares Ablenkungsmanöver von eigenem Versagen.
Marode Schulen und ein sanierungsbedürftiges Hallenbad sind keine Schicksalsschläge, sondern das Ergebnis jahrelanger Vernachlässigung der Basissubstanz zugunsten teurer Prestigeprojekte. Wer zudem über Jahre hinweg millionenschwere Investoren mit arroganter Ignoranz verprellt hat, darf sich über fehlende Steuereinnahmen nicht wundern. Die Krönung dieser Fehlplanung ist der 51-Prozent-Einstieg bei der Badenova, der trotz absehbarem Millionenminus in 2026 durchgedrückt wird.
Beim drohenden Verkehrskollaps wird die Chance auf einen Tram-Anschluss an Basel trotz 90 Prozent Fördergeldern ignoriert. Statt Ideologie und Egoismus braucht Lörrach endlich eine Zusammenarbeit mit Kräften wie der IG Verkehr. Bevor Herr Lutz von „finanzieller Disziplin“ spricht, sollte er die Verantwortung für seine Fehlentscheidungen übernehmen.
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