Dunningen plant 2026 einen ausgeglichenen Haushalt, doch ab 2027 drohen Millionen-Defizite. Wichtige Investitionen und Fördermittel stehen nun auf dem Prüfstand.
Mit einer „schwarzen Null“ oder gar einem kleinen Überschuss im Ergebnishaushalt könnte die Gemeinde Dunningen im Haushaltsjahr 2026 nochmals mit einem blauen Auge davonkommen. Danach sieht es Stand heute jedoch düster aus.
So werden in der mittelfristigen Finanzplanung im Ergebnishaushalt ab dem Jahr 2027 Fehlbeträge zwischen drei und dreieinhalb Millionen prognostiziert. Geballte 356 Seiten voller Zahlen enthält das gesammelte Werk zum Haushalt 2026 mitsamt den Wirtschaftsplänen der Eigenbetriebe „Seniorenzentrum“ und „Energie-Wasser“.
Bereit für Fördermittel
Kämmerin Dagmar Maier beschränkte sich bei der Vorstellung des Haushaltsentwurfs für das kommende Jahr nur auf die wichtigsten Zahlen und Eckdaten. Einige Positionen würden sich auch noch ändern, verkündete die Fachbeamtin für das Finanzwesen.
Bis zur nächsten Sitzung sollten diese feststehen. Denn: Schon am 8. Dezember ist die Verabschiedung der Haushaltssatzung geplant. Die Gemeinde will nämlich gerüstet sein, wenn die Vergabeverfahren für Fördermittel starten. Das betrifft vor allem die Lehrschwimmbeckensanierung in Seedorf. Die Kämmerin wiederholte, was Bürgermeister Peter Schumacher bereits vor zwei Monaten unmissverständlich gesagt hatte: Eine Realisierung sei nur denkbar, sofern die Bezuschussung 80 Prozent betrage.
Nach dem vorgelegten Ergebnishaushaltsentwurf würde sich im kommenden Jahr ein positives Ergebnis von 61 138 Euro ergeben. Drei Positionen standen jedoch noch nicht endgültig fest. Die ordentlichen Erträge sind mit 26,05 Millionen Euro ausgewiesen. Das sind 1,3 Millionen Euro mehr als im laufenden Jahr. Die ordentlichen Aufwendungen steigen voraussichtlich um knapp 1,4 Millionen Euro auf 25,9 Millionen Euro an.
Zwei Änderungen
Bei den Investitionen gibt es zwei Änderungen: Die geplanten Fotovoltaikanlagen auf den Dächern der Wehle-Sporthalle und der Eschachtalhalle werden in das Jahr 2028 verschoben. Für den Dunninger Friedhof wurde die Position „Regenwasserableitung“ neu aufgenommen. Die Maßnahme werde zusammen mit der Friedhofsplanung vorgestellt, erklärte Bauamtsleiterin Karola Heinz auf Nachfrage. Der Gemeinderat ermächtigte die Verwaltung, die vorgelegten Plandaten in die endgültige Haushaltssatzung 2026 zu übernehmen.