Die Fahrradbügel stehen auf der Kippe. Foto: Lupfer

Zwischen Projekt und Konzept: In der Haushaltsberatung für 2026 prallen im Wolfacher Gemeinderat unterschiedliche Vorstellungen aufeinander. Ergebnisse gab es aber noch nicht.

Zum Einstieg in die Haushaltsberatung lieferte die Verwaltung dem Rat auch Vorschläge mit, worauf 2026 im Hinblick auf nötige Sparmaßnahmen verzichtet werden könnte. Ein Beispiel: die Fahrradbügel in der Innenstadt. Noch nämlich wisse man gar nicht, wohin mit diesen. Schon länger wird über die Fahrradbügel in der Innenstadt diskutiert.

 

11 000 Euro sind im Entwurf des Ergebnishaushalts veranschlagt, die die Verwaltung zu streichen empfiehlt. Das stieß bei Inge Schoch (SPD) auf Gegenwehr. Schoch wollte wissen, wie es um eine Förderung für die Bügel steht. Es gebe Fördermaßnahmen, erklärte Ordnungsamtsleiterin Claudia Sonntag. „Förderanträge stellen kann man aber erst, wenn’s im Haushalt ist.“

Für Schoch ein Grund mehr, das Thema nicht erneut aufzuschieben: „Die Förderung ist eindeutig da, die Förderchancen sind riesig. Wegen den 11 000 Euro, das kann doch nicht sein, dass wir es noch mal ein Jahr schieben.“

Lohnt sich eine Investition überhaupt?

Bürgermeister Thomas Geppert plädierte aber dafür, losgelöst des einzelnen Themas zu klären, was man ad hoc umsetzen wolle. Es gelte zu überlegen: Wolle man die Bügel im Vorgriff kaufen, oder den angestoßenen Parkraumdialog als Konzept durchziehen? 11 000 Euro für Fahrradbügel seien auch im Ergebnishaushalt „nicht das Problem“, sagte Geppert. Ob sich die Investition lohne wisse man vorher aber nicht.

Henning Hermes (Grüne) schlug vor, die Fahrradbügel ins Innenstadtkonzept einzuarbeiten. Auch bei den Investitionen im Finanzhaushalt gibt es noch zwei fahrradfreundliche Projekte: die Fahrradsammelschließanlage für den Bahnhof Wolfach (69 000 Euro Gesamtkosten, davon 41 000 Euro Zuschuss) sowie die Schaffung von zwölf überdachten Stellplätzen am Bahnhof Halbmeil (45 000 Euro Gesamtkosten, davon 16 000 Euro Zuschuss). Beides ist im Entwurf für 2026 noch ausgeklammert. „Das sind keine Beträge, die uns umwerfen“, ergänzte er: „Die Frage ist nur: Will man das? Dann muss es halt mal rein.“

Der Test zur Fahrradsammelschließanlage im Sommer 2024 sei „zu einem unglücklichen Zeitpunkt“ gewesen, wiederholte Anja Kopp ihre Einschätzung aus der Haushaltsberatung des Vorjahrs. Sie regte erneut an, dass die Verwaltung bei Kienzler Stadtmobiliar anfragen solle, ob ein zweiter Test mit einzeln abschließbaren Fahrradboxen möglich sei.

So geht es weiter

Beschlossen wird über die Ansätze in der zweiten Haushaltsberatung am Mittwoch, 10. Dezember.