In Schallbach ist der Haushalt für 2026 beraten worden. Foto: Holger Schlicht

Der Haushaltsplan für das Jahr 2026 nahm im Schallbacher Gemeinderat viel Zeit in Anspruch.

Vorgestellt wurde dieser von Gabriele Hermann, Rechnungsamtsleiterin des Gemeindeverwaltungsverbands Vorderes Kandertal (GVV), die allen Fragen der Gemeinderäte Rede und Antwort stand.

 

Einige Ausgabenposten müssen für 2026 höher einkalkuliert werden, wie zum Beispiel die Kosten für Wasser und Abwasser, Strom sowie der Unterhalt von Gebäuden und baulichen Anlagen. Diesbezüglich müssten laut Bürgermeister Christian Iselin für die Unterbringung einer Flüchtlingsfamilie in einem Gebäude in der Dorfstraße 4 noch sanitäre Anlagen eingebaut werden, was die Ausgaben für den Gebäudeunterhalt um 5000 Euro nach oben schrauben werde.

Neue Fenster und Türen

Anderseits können auch bei vielen Posten wie zum Beispiel der Schulumlage, bei vermischten Erträgen oder beim interkommunalen Kostenausgleich (Kindergarten) Geld eingespart werden.

Beim den vorgesehenen Investitionen der Gemeinde Schallbach für 2026 handelt es sich unter anderem um eventuelle Gebäude- und Grundstückskäufe, wobei laut Iselin diesbezüglich noch nicht Spezielles angedacht sei.

Ein weiterer größerer Kostenposten sind die Anschaffung und der Einbau von neuen Fenstern und Türen im Rathaussaal sowie die eventuelle Umrüstung auf eine Wärmepumpe ebenfalls für den Rathauskomplex und die Gebäude der Dorfstraße 4.

Zudem stehen die energetische Sanierung des Feuerwehrhauses an sowie einige Baumaßnahmen an der Schule und der Neubau des Abwasserkanals.

Ein Minus von knapp 70 000 Euro

Schlussendlich würden die Investitionsausgaben die Einnahmen übersteigen, so dass sich ein Minus von knapp 70 000 Euro ergäbe.

Allerdings ist da noch der Anteil am Sondervermögen des Bundes in Höhe von 584 640 Euro. Dies ist laut Hermann ausschließlich für Investitionen gedacht und könnte relativ unbürokratisch beantragt werden.

Dem widersprach Iselin allerdings: Schon alleine die Förderanträge seien nach erster Durchsicht recht kompliziert. Allerdings habe die Gemeinde zwölf Jahre Zeit, das Sondervermögen zu beanspruchen und könnte dies auch dazu nutzen, einige Investitionen aus dem Jahr 2025 zu tilgen. Dies müsse aber noch einmal eingehender besprochen und dann auch darüber im Gemeinderat abgestimmt werden.

Spenden angenommen

Die Spenden des Frauenvereins Schallbach für den Kindergarten (200 Euro) und von Doris Sütterlin und Simone Meier für den neuen Dorftreffpunkt (jeweils 100 Euro) nahm der Gemeinderat an.

In der Schule sind einige Rauchmelder defekt, es werden dort sieben neue benötigt. Diese werden funkvernetzt sein und vom Hausmeister der Schule eingebaut. Der Gemeinderat gab einstimmig grünes Licht.

Nun freue man sich auf die kommenden Veranstaltungen wie den Buureball im Gemeindehaus am 20. Februar, das Fasnachtsfeuer am 21. Februar und die Holzversteigerung am 28. Februar, hieß es in der Sitzung.