Mühlenbachs Kämmerin Simone Stoffels geht von einer leicht steigenden Gewerbesteuer aus. Foto: Marx, Grafik: Stetter-Golderer

Im Mühlenbacher Gemeinderat wurde der Haushalt 2026 verabschiedet. Bürgermeisterin Helga Wössner stellte die Bürger auf schwierige Zeiten ein.

In Mühlenbach wurde der Haushalt für das Jahr 2026 verabschiedet. In der Sitzung vom 17. Dezember wurden über einige Haushaltsmittel beraten, die nun gestrichen oder verschoben wurden, die Zahlen haben sich dabei leicht verändert. Bürgermeisterin Helga Wössner sprach von schwierigen Zeiten. Einerseits würden den Kommunen von Bund und Land Aufgaben übertragen, die Finanzierung bliebe aber unvollständig. Gleichzeitig gebe es steigende Umlagen, höhere Preise und Personalausgaben.

 

Auf Nachfrage von Klaus Armbruster (FWV) erläuterte Kämmerin Simone Stoffels, dass durch die Tariferhöhungen die Personalkosten um etwa 30 000 Euro auf 983 846 Euro gestiegen seien. Die Bürgermeisterin sprach von Bestrebungen in der Raumschaft, dass mehr zusammengearbeitet werde, um hier Kosten zu sparen. „Wir haben in den vergangenen Jahren verantwortungsvoll gewirtschaftet. Sparen bleibt trotzdem notwendig“, führte Wössner weiter aus. Trotzdem gelte: Wer heute nicht investiere, zahle morgen doppelt.

Simone Stoffels stellte das Zahlenwerk des Haushalts vor. So liegen die Zuweisungen 2026 bei 3 173 233 Euro (2025: 2 846 379 Euro). Die Umlagen liegen bei 1 471 250 Euro (2025: 1 513 405 Euro). Die FAG-Umlage schlägt beispielsweise mit 562 934 Euro zu Buche, die Kreisumlage mit 853 316 Euro, die Schlüsselzuweisungen liegen bei 1 122 323 Euro. Die Auflösungen betragen in diesem Jahr 122 747 (89 415 Euro). Die Abschreibungen liegen bei 363 561 Euro (2025: 326 486 Euro).

Für das Jahr 2026 ist eine Kreditaufnahme in Höhe von 500 000 Euro geplant

Das ordentliche Ergebnis hat sich im Vergleich zur Planung um knapp 25 500 Euro verändert.

Zusätzlich wurden Mittel für Planungskosten (Umgestaltung Hinterdorf) sowie Kosten für die Ermittlung von Anschlussbeiträgen eingestellt. Im Gesamten weist der Ergebnishaushalt ein positives Ergebnis in Höhe von 975 Euro aus. Für das Jahr 2026 ist eine Kreditaufnahme in Höhe von 500 000 Euro geplant, was aber nur im Notfall in Anspruch genommen werden soll. Nach den derzeitigen Planungen wird sich der Finanzierungsmittelbestand voraussichtlich um 175 989 Euro erhöhen und beträgt dann zum Ende des Jahres 1 069 395 Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt Ende 2026 voraussichtlich bei 1048 Euro, wenn der Kredit nicht in Anspruch genommen wird. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 1113 Euro.

Stoffels ging noch kurz auf das Länder- und Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz ein. Die Gemeinde Mühlenbach erhält 1 169 280 Euro, was in einem Zeitraum von zwölf Jahren abgerufen werden kann. Es muss sich dabei um eine Investitionsmaßnahme mit mindestens 50 000 Euro handeln. Das Geld kann auch rückwirkend auf das Jahr 2025 ausbezahlt werden. Es sei noch in Klärung, ob die Kosten für das Gebäude Hauptstraße 11 darunterfallen werden.

Die Wassergebühren

Der Gemeinderat hat im Dezember die Wasser- und Abwassergebühren neu festgelegt. Die Wassergebühr steigt auf 3,01 Euro pro Kubikmeter, auch die Zählergrundgebühr wird erhöht. Gleichzeitig sinkt die Abwassergebühr. Die Änderungen gelten seit Januar.