Einstimmig verabschiedet hat der Niedereschacher Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend den Haushaltsplan. So sehen die Zahlen im Einzelnen aus.
Ebenso einstimmig verabschiedet wurde der Wirtschaftsplan 2026 für den Eigenbetrieb Wasserversorgung. Zustimmend zur Kenntnis nahm der Rat den Forstwirtschaftsplan 2026, dessen Zahlen bereits im Ergebnisplan des Haushaltsplans eingearbeitet wurden.
Das veranschlagte ordentliche Ergebnis des Haushaltsplans für 2026 liegt nun bei minus 678 805 Euro. Der Fehlbetrag aus der Investitionstätigkeit liegt bei minus 3 019 430 Euro.
Der Fehlbetrag im Ergebnishaushalt kann durch eine Entnahme aus der Rücklage gedeckt werden. Die geplanten Tilgungsleistungen können durch den laufenden Betrieb gedeckt werden, und die Mindestliquidität kann über den gesamten Finanzplanungszeitraum gewährleistet werden.
Freude beim Bürgermeister
„Ich kann ihnen mitteilen, dass die Rechtsaufsichtsbehörde signalisiert hat, dem Haushaltsplan 2026 zuzustimmen“, freute sich Bürgermeister Martin Ragg, verbunden mit großem Dank an das ganze Team des Rechnungsamtes.
Diesen Dankesworten schloss sich auch Elisabeth Beck-Nielsen für die Fraktion von Bündnis90/Die Grünen an. Namentlich nannte sie Melanie Cziep und deren Stellvertreter Markus Schunk im Zusammenhang mit der erfolgten Aktualisierung und der transparenten und übersichtlichen Darstellung der Veränderungen und „dies in so kurzer Zeit und unter erschwerten Bedingungen“.
Weniger neue Schulden
Durch die Veränderungen konnten die geplante Kreditaufnahme für das Jahr 2026 um 1 000 000 Euro, für 2027 um 50 000 Euro und für 2028 um 300 000 Euro gesenkt werden. Für das Jahr 2029 sei sogar keine Kreditaufnahme angesetzt, resümierte Beck-Nielsen.
Mit Blick auf die 3,663 Millionen Euro, die die Gemeinde aus dem Sondervermögen Infrastruktur erwarten kann, sollten nach den Worten von Beck-Nielsen „langfristige Infrastrukturprojekte“ angegangen werden, welche die Lebensqualität vor Ort sichern.
Bürgermeister Martin Ragg erläuterte in diesem Zusammenhang, dass der Gemeinde die Ausführungsvorschriften noch nicht vorliegen, in denen die Bedingungen für die Verwendung des Geldes aufgeführt sind. Er rechne damit, diese „in den nächsten Wochen“ zu bekommen. Dann sehe man weiter. Vor dem Hintergrund, dass das sogenannte Sondervermögen, das nun vom Bund bereitgestellt wird, auf der Basis von Schulden finanziert ist, entwickelte sich zu diesem Thema eine längere Diskussion.