Finanzministerin Janet Yellen spricht während einer Anhörung des House Financial Services Committee auf dem Capitol Hill. Foto: Al Drago/Pool Bloomberg/AP/dpa Foto: dpa

Der US-Regierung ist es gelungen, das Defizit im diesjährigen Haushalt weiter zu verringen. Doch von Stabilität sei noch keine Rede, so Finanzministerin Yellen.

Washington - Das Haushaltsdefizit der US-Regierung im Fiskaljahr 2021 ist im Vergleich zum Vorjahr leicht um 360 Milliarden US-Dollar auf 2,77 Billionen Dollar gefallen.

Der Fehlbetrag von Oktober 2020 bis einschließlich September 2021 entsprach damit 12,4 Prozent der US-Wirtschaftsleistung, wie das Finanzministerium am Freitag mitteilte. Im Haushaltsjahr 2020 hatte das Defizit wegen der Konjunkturpakete, um die Corona-Krise zu stemmen, noch bei rund 3,13 Billionen Dollar oder 15 Prozent der Wirtschaftsleistung gelegen.

Angesichts der guten konjunkturellen Entwicklung in den USA in diesem Jahr fiel das Haushaltsdefizit fast 900 Milliarden geringer aus als noch im Mai angenommen, wie das Ministerium erklärte.

US-Wirtschaft sei "weiterhin anfällig"

Die Zahlen zeigten, dass Präsident Joe Bidens Wirtschaftspolitik erfolgreich sei, erklärte Finanzministerin Janet Yellen. Sie warnte allerdings, dass für eine vollständige Erholung von der Corona-Krise weitere Unterstützung nötig sei. Der Kongress müsse die von Biden vorgeschlagenen Investitionspakete für die Modernisierung der Infrastruktur und eine Ausweitung der Sozialleistungen beschließen. "Obwohl die wirtschaftliche Erholung des Landes stärker ist als jene anderer reicher Länder, ist sie weiterhin anfällig", warnte sie.

Bidens jüngster Budgetentwurf für das Haushaltsjahr 2022, das im Oktober begann, geht von einem Defizit von 1,66 Billionen Dollar oder 6,8 Prozent der Wirtschaftsleistung aus.

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