Landrat Sven Hinterseh hat am Montagnachmittag den Haushaltsplanentwurf im Kreistag vorgestellt. Foto: Daniela Schneider

Landrat Sven Hinterseh präsentiert den Haushaltsentwurf 2026 für den Schwarzwald-Baar-Kreis. Die Umlage soll steigen, um 5,31 Prozentpunkte auf 37,31 Prozent.

„Gemeinsam an einem Strang ziehen“ – so hat Landrat Sven Hinterseh seine Rede zur Einbringung des Haushaltes für 2026 überschrieben.

 

Er machte deutlich: Die Kreisverwaltung muss massiv sparen, aber da müssen auch alle anderen mitziehen.

Die Kreisumlage soll laut Entwurf um 5,31 Prozentpunkte auf 37,31 Prozent erhöht werden. Für Ende 2026 plant man mit einer Verschuldung von knapp 36 Millionen Euro. Hinterseh konstatierte insgesamt: „Die Finanzen in unseren Städten und Gemeinden sowie in allen 294 Landkreisen in Deutschland ist im ungebremsten freien Fall“. Einen solchen flächendeckenden und absehbar andauernden Abwärtstrend habe es in den letzten Jahrzehnten so noch nicht gegeben.

Schwierige Rahmenbedingungen

Den Entwurf habe man unter außergewöhnlich schwierigen Rahmenbedingungen aufstellen müssen. Auch ein gewisser Stellenabbau in der Verwaltung ist angedacht. Die Fachausschüsse des Kreistags werden den Haushaltsentwurf in ihren Sitzungen im November und Dezember beraten. „Und letztlich entscheidet dann der Kreistag am 15. Dezember darüber, wie das Zahlenwerk ganz konkret aussehen wird. Momentan ist noch vieles im Fluss,“ so Hinterseh.

Er appellierte dennoch, sich ein „positives Grundbewusstsein“ zu erhalten: „Viele Menschen dieser Erde würden sich gerne mit unseren Problemen beschäftigen“, meinte er, „ lassen Sie uns alle daran arbeiten, dass wir die notwendigen Reformen in diesem positiven Grundbewusstsein angehen.“