Der Haushaltsentwurf wurde vorgestellt: Die Grillplätze an Stauwehr und Kander im Weiler Stadtteil Märkt sollen instand gesetzt werden, wie auch kleinere Dinge.
An der Ortschaftsrat-Sitzung in Märkt stellten Kämmerin Diana Bara und Inge Schmieder von der Haushaltsabteilung den Haushaltsentwurf für das Jahr 2026 der Stadt Weil am Rhein vor. „Die Rahmenbedingungen sind ziemlich negativ“, sagte Kämmerin Diana Bara.
So stimmte Bara die Ortschaftsräte auf die von ihnen gewünschte Projektliste ein. Als Gründe wurden hohe Personalkosten, die gestiegene Kreisumlage und die neuen gesetzlichen Anforderungen im Reigen der negativen Rahmenbedingungen genannt. Alleine Da das Jahr 2024 ein gutes Jahr gewesen sei, hole die Stadt dies nun durch die Erhöhung der Kreisumlage ein. Die Folge sei eine deutliche und sukzessive Steigerung der Verschuldung.
Keine guten Voraussetzungen also für die vom Ortschaftsrat gewünschten Projekte. Im Rahmen der „Kinderfreundlichen Stadt“ sei mit den Märkter Kindern zusammen die Installation einer Seilbahn, einer Wasserspielanlage, geschaltet über eine Zeituhr, sowie die Installation eines Trinkbrunnens auf dem Spielplatz bei der Herman-Daur-Schule geplant gewesen. „Damit wollten wir insbesondere den Bedürfnissen der Kinder Rechnung tragen“, sagte Ortsvorsteher Stefan Hofmann. Da die Anschaffung einer neuen Seilbahn nicht möglich sein wird, schlug der Ortsvorsteher vor, eine in Haltingen abgebaute Seilbahn in Märkt aufzubauen. So würden zudem Lagerungskosten vermieden. Es müsse lediglich ein Sandkasten umgebaut werden, danach sei der Aufbau der Seilbahn möglich. Zwar sei dies ebenfalls mit Kosten verbunden, die jedoch deutlich niedriger seien, als die Anschaffung einer neuen Seilbahn. Hofmann bat darum, mindestens diesen Punkt zu prüfen. Inge Schmieder will sich darum kümmern, sagte aber: „Ich mache Ihnen wenig Hoffnung“.
Kein Trinkbrunnen
Die Projekte zu realisieren sei finanziell im Moment nicht möglich, dies aufgrund der finanziellen Schieflage der Stadt. Die gewünschte Wasserspielanlage und der Trinkbrunnen werden nicht umgesetzt werden. Einstimmig beschloss der Ortschaftsrat die geänderte Beschlussfassung mit folgendem Wortlaut: „mit der Maßgabe einer gebrauchten Seilbahn bei der Herman-Daur-Schule“.
Stefan Hofmann zeigte seine Enttäuschung offen. Immerhin, diese Projekte seien zwar keine Pflichtaufgaben für die Stadt. „Im Haushalt ist so vieles drinnen, das ebenfalls nicht zu den Pflichtaufgaben gezählt werden kann“, sagte der Ortsvorsteher.
Genehmigt wurde die Vorfinanzierung des Ortsfamilienbuch Märkt. Hier erklärte Datenschutzbeauftragter Sven Laurinat von der Geschäftsstelle der Ortsräte Märkt und Ötlingen, es gäbe keine Bedenken. Die Instandsetzung der Grillplätze am Stauwehr und an der Kander, die Möblierung in der Abdankungshalle sowie die Beschaffung eines Steintisches am Bolzplatz und die Reparatur des Friedhofzaunes sind im Budget der Stadt enthalten.
Laster biegen falsch ab
In der Fragestunde stand das Laster-Fahrverbot im Mittelpunkt. Trotz mehrfacher Mitteilung an die Stadt seien keine zusätzlichen Schilder aufgestellt worden. Nicht einmal eine Antwort sei von der Stadt eingegangen. Dies habe zur Folge, dass noch immer große Lastwagen in die falsche Richtung abbiegen würden und so durch Märkt fahren. Auch die Verkehrsüberwachung fände nicht in der Form statt, wie es notwendig wäre, so die Kritik aus der Bürgerschaft. Hofmann versprach, sich der Sache anzunehmen und in der Dezember-Sitzung vom Ergebnis zu berichten.