Der Hofweg in Waldhausen ist in einem deutlich desolaten Zustand. Foto: Lutz Rademacher

Das Waldhausener Gremium berät über den Haushalt 2026. Nach einer Lösung für den beengten Bürgersaal wird dringend gesucht.

Die Suche nach einer Lösung für den Bürgersaal und Straßensanierungen zählen zu den Wünschen, die der Ortschaftsrat Waldhausen für den Haushaltsplan 2026 der Stadt Bräunlingen vortrug. Das Gremium befasste sich zudem mit einer ganzen Anzahl weiterer Wünsche und Beratungspunkte.

 

Eine neue Art, Urlaub zu machen, zieht auch in Waldhausen ein. Ein mobiles Schlaffass steht schon, zwei Wohnmobilstellplätze sollen oberhalb, direkt am Wald mit schöner Sicht über Waldhausen eingerichtet werden. Da es nur zwei Stellplätze sind, ist auch eine Entsorgungsstation nicht zwingend notwendig. Es wurde aber angeregt, ein Schild mit dem Hinweis zur nächsten Entsorgungsstation aufzustellen. Die Eigentümer bejahten auf Nachfrage, dass es wirklich bei den zwei Plätzen bleiben soll. Unter dieser Voraussetzung stimmte der Ortschaftsrat dem Vorhaben zu.

Ortsvorsteher Horst Kritzer erklärte, dass Waldhausen in diesem Jahr bei den Investitionen gut weggekommen sei. So wurde etwa die neue Straßenbeleuchtung fertiggestellt. Aber es sind natürlich noch einige Wünsche offen. Erste Priorität ist immer noch, eine Lösung für den Bürgersaal zu finden. Erst bei der letzten Veranstaltung habe man gesehen, dass der kleine Raum aus allen Nähten platzt. Ein Wunsch wäre auch ein Defibrillator für Waldhausen.

Handlungsbedarf beim Thema Straßen

Dringenden Handlungsbedarf gibt es bei den Straßen. Insbesondere das Alte Sträßle und der Hofweg sind in einem desolaten Zustand. Trotz eines neuen, nachhaltigen Konzepts für die Straßensanierung machte Stadtbauamtsleiter Dengler deutlich, dass die Maßnahme finanziell momentan nicht realisierbar sei. Weitere Punkte für den Haushalt waren eine Elektro-Tankstelle, ein Bücherbaum und neue Begrüßungstafeln. Im Rahmen des Hochwasserprojekts erfolgt zunächst die Erneuerung der Fesenmeyer-Brücke. Der Mittelanwendung wurde so zugestimmt.

Immer wieder Beschwerden wegen zu schnellen Fahrens gibt es in der 30-Kilometer-Zone. Als erste Lösung möchte Kritzer dort gerne das Tempomessgerät anbringen lassen, um das Verhalten genau zu erfassen. Dann müsse man Lösungen finden, etwa die Einrichtung einer Spielstraße.

Abwasserleitung wird saniert

Auch über Erfreuliches konnte der Ortsvorsteher berichten. Die Abwasserleitung wird im Frühling saniert. Die Stadt hat sich sehr engagiert und den Bewohnern mit Anträgen geholfen. Außerdem gibt es einen Zuschuss von fast 24 000 Euro, der unter den Anwohnern aufgeteilt wird. Der Spielplatz wurde gereinigt und wieder hergerichtet.

Ortsvorsteher Horst Kritzer bedauerte, dass ab 2026 kein Protokollführer seitens der Stadt mehr an den Ortschaftsratssitzungen teilnimmt. Damit fehle neben der Protokollführung zusätzlich auch ein Ansprechpartner mit Wissen über die Stadt.