Im Unterkirnacher Rathaus beschloss der Gemeinderat einen Haushalt 2026, der kaum Spielräume für unvorhergesehene Ausgaben bietet. Foto: Ulrich Schlenker

Der Haushaltsplan 2026 für Unterkirnach ist beschlossen. Nach vielen Verbesserungen in den Beratungen ging es in der jüngsten Gemeinderatssitzung noch um Nuancen.

Ein eventueller Sperrvermerk für die eventuelle Instandsetzung der Treppe in die Talstraße war der einzige Diskussionspunkt vor der Verabschiedung des Haushalts für das nächste Jahr.

 

Der Betrag für die ehrenamtlich vorgesehene Treppensanierung ist mit rund 7000 Euro gemessen am ganzen Haushaltsvolumen verschwindend gering. Trotzdem ging es Karin Dold von der CDU mit ihrem Antrag nach einer Haushaltssperre zur vorläufigen Blockierung dieses Vorhabens darum, ein Zeichen zu setzen. Susanne Ciampa, Wolfgang Rahn und Jürgen Weißer unterstützten sie.

Michael Klafki aus ihrer eigenen Fraktion sowie die Gemeinderatsmitglieder der Fraktion „Gemeinsam für Unterkirnach“ waren dagegen, bei diesem Vorzeigeprojekt für bürgerliches Engagement den Rotstift anzusetzen. Der Antrag wurde abgelehnt.

Haushalt beschlossen

Nach diesem Vorgeplänkel wurde der Haushaltsplan 2026 dann einstimmig beschlossen. Für den Ergebnishaushalt wird darin ein voraussichtliches Minus in Höhe von 333 350 Euro angesetzt. Der Zahlungsmittelüberschuss aus dem Ergebnishaushalt in Höhe von 183 250 Euro reicht gerade so aus, um die im nächsten Jahr vorgesehene Kredittilgung von 150 000 Euro abzudecken.

Der Bestand an Liquidität, der soeben durch einen Millionenkredit aufgestockt wurde, wird sich laut Ansatz um knapp 230 000 Euro verringern. Die Spielräume für die Deckung von unvorhergesehenen Kosten oder vom Ratsgremium gewünschte Zusatzausgaben sind damit äußerst gering.

Für die Aufnahme weiterer Kredite setzt der Haushalt eine Obergrenze von 1,7 Millionen Euro. Die Schulden der Gemeinde werden sich zum Jahresende 2026 auf rund vier Millionen Euro erhöhen. Das entspricht 1860 Euro pro Einwohner. Bei einer Zurechnung der Schulden von Gemeindefirmen und Erschließungsträgern von Baugebieten erhöht sich der Schuldenstand Ende des kommenden Jahres auf 5,3 Millionen Euro. Das wären dann knapp 2400 Euro pro Einwohner, falls sich deren Zahl durch die im Raum stehende Korrektur beim Zensus oder durch Neubauten wie auf dem Sommerberg nicht erhöht.

Schule als Schwerpunkt

Bei den Investitionen liegt der Schwerpunkt weiterhin auf der Sanierung der Roggenbachschule. Für Hochbaumaßnahmen sind dort im nächsten Jahr rund 3,5 Millionen Euro angesetzt.

Zudem enthält der Haushalt 2026 eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von etwa 1,7 Millionen Euro. In dieser Höhe können Verträge für Sanierungsmaßnahmen der Roggenbachschule abgeschlossen werden, die sich in den Gemeindefinanzen erst im darauffolgenden Jahr auswirken.