Den Haushaltsentwurf für 2026 hat Schopflochs Kämmerin Carina Springmann im Gemeinderat eingebracht. Ein ausgeglichenes Ergebnis ist auch dieses Jahr nicht drin.
Wie schon im Vorjahr kann laut der Kämmerin kein ausgeglichenes Ergebnis erreicht werden, so dass weiterhin Sparen angesagt ist. Seit einigen Jahren fließen vor allem die Gewerbesteuereinnahmen nicht mehr wie früher, was sich auf den Haushalt der Gemeinde auswirkt.
Im Einzelnen stehen im Ergebnishaushalt 2026 ordentlichen Erträgen von rund 8,24 Millionen Euro ordentliche Aufwendungen von rund 8,80 Millionen Euro gegenüber. Damit liegt das veranschlagte ordentliche Ergebnis bei minus 552 179 Euro. Im Finanzhaushalt ist ein Zahlungsmittelbedarf von 3,59 Millionen Euro veranschlagt, der Saldo des Finanzhaushalts liegt bei minus 2,44 Millionen Euro.
Die Hebesätze der Realsteuern sind weiterhin bei der Grundsteuer A und B auf jeweils 350 Prozent und bei der Gewerbesteuer auf 360 Prozent festgesetzt.
Allein 1,88 Millionen Euro an Kreisumlage fällig
Bei den Einnahmen rechnet die Gemeinde bei der Gewerbesteuer mit einer Million Euro. Der Einkommensteueranteil wird mit 2,17 Millionen Euro kalkuliert. An Schlüsselzuweisungen rechnet man im Rathaus mit etwas über einer Million Euro. Die Einnahmen aus der Grundsteuer B stehen mit 380 000 Euro im Plan, bei der Umsatzsteuer werden 706 000 Euro erwartet.
Dem gegenüber stehen zu zahlende Umlagen. Die größte Belastung macht die Kreisumlage mit 1,88 Millionen Euro aus, gefolgt von der FAG-Umlage und der Gewerbesteuerumlage mit jeweils rund einer Million Euro. Auf 550 000 Euro summieren sich die Betriebskostenumlagen für die Zweckverbände Abwassergruppe und Wasserversorgung Haugenstein. Der Abmangel für die Kindergärten bleibt wie im Vorjahr bei 1,11 Millionen Euro.
Als größere Sanierungsmaßnahmen listete Kämmerin Springmann Straßensanierungen im Einmündungsbereich Tulpenweg und beim Belag im Nelkenweg mit 100 000 Euro sowie die Asphaltierung des Zugangs zum Friedhof Schopfloch mit 34 000 Euro auf.
Gemeinde will 4,7 Millionen Euro investieren
An Investitionen sind 4,7 Millionen Euro eingeplant, wobei sich manche Projekte über mehrere Jahre ziehen – an vorderster Stelle das Feuerwehrhaus mit drei Millionen Euro und einer Verpflichtungsermächtigung für 2027 über 800 000 Euro. Für das neue Baugebiet Aischbach in Oberflingen sind 643 000 Euro und für den Ausbau des Glasfasernetzes in Schopfloch 350 000 Euro eingeplant. Wasserbauliche Anlagen bei der Renaturierung des Tälesbachs in Unteriflingen sind mit 50 000 Euro berücksichtigt.
Die liquiden Mittel lagen zu Beginn dieses Jahres bei 6,2 Millionen Euro. Für laufende Verwaltung und Investitionen liegt der Finanzierungsmittelbedarf bei 2,5 Millionen Euro. Die Tilgung für das über einen Bausparvertrag aufgenommene Darlehen in Höhe von 2,9 Millionen Euro läuft seit Dezember 2025 mit monatlich 25 000 Euro. Das voraussichtliche Tilgungsende ist Ende Augst 2036. Für 2026 wurden Kassenkredite in Höhe von 800 000 Euro eingeplant und eine Kreditermächtigung über 1,5 Millionen Euro festgesetzt.
Gebühren auf dem Prüfstand
Nicht eingerechnet im Haushalt sind Mittel aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes mit 1,6 Millionen Euro.
Abschließend unterstrich Springmann, dass es Ziel sei, einen ausgeglichenen Haushalt zu bekommen. Dazu müssten Ausgaben auf Notwendigkeiten überprüft werden, zusätzlich seien Einsparungen nötig. Die Einnahmen sollten insbesondere im Bereich der Gebühren überprüft werden.