Im Gemeindewald von Pfalzgrafenweiler planen die Forstvertreter für das kommende Jahr mit einem Überschuss von mehr als 60 000 Euro.
Revierleiter Stefan Krämer und Fabian Kiefer, Geschäftsbereichsleiter Betreuungsreviere West beim Kreisforstamt Freudenstadt, haben in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Pfalzgrafenweiler den Betriebsplan für den Waldhaushalt 2026 und den Vollzug des Jahres 2024 vorgestellt.
Die Vorjahresbilanz hatte mit einem überschaubaren erwirtschafteten Überschuss von rund 11 700 Euro abgeschlossen. Die Einnahmen betrugen 287 042 Euro. Den Erlösen standen Ausgaben von 275 343 Euro gegenüber.
Die Holzernte erbrachte bei einem durchschnittlichen Festmeterpreis von 66,70 Euro Einnahmen in Höhe von 159 545 Euro. Diesen stehen Holzernte-Ausgaben von rund 92 719 bei durchschnittlich 39 Euro je Festmeter gegenüber. Rund 35 000 Euro an Einnahmen wurden erst in 2025 verbucht, so dass der Überschuss sich laut den Fachleuten erst auf den Vollzug des diesjährigen Waldhaushalts auswirkt.
Wochenlange Kalkung mit zwei Hubschraubern
Für die etwa alle zehn Jahre stattfindende Waldkalkung wurden 123 820 Euro an Fördermitteln eingenommen und 136 311 Euro ausgegeben. Über mehrere Wochen wurde mit zwei Helikoptern gekalkt.
Weitere Ausgaben entfielen auf Pflanzungen (2177 Euro), wofür von der Firma Koch Pac-Systeme 3677 Euro als Spende eingenommen wurden. Betriebssteuern schlugen mit 8062 Euro, Liegenschaften mit 6742 Euro und Verwaltungskosten mit 273456 Euro zu Buche, jeweils einschließlich Verrechnungen.
Einschlag dieses Jahr: 3400 Festmeter
Im laufenden Jahr werden etwa 3400 Festmeter Holz eingeschlagen, bei 438 Bäumen auf Sturmflächen wird eine Wertästung vorgenommen.
Der Waldhaushalt 2026 sieht bei der Holzernte mit geplanten 2800 Festmetern im Bereich Durrweiler Halde/Hopfengarten und Wolfsgrube/Allmandwald Einnahmen in Höhe von 187 200 Euro vor, kalkuliert mit durchschnittlich 78 Euro je Festmeter.
Auf der Ausgabenseite wurden 73 000 Euro für die Holzernte veranschlagt mit einem Durchschnittspreis von 30 Euro je Festmeter. 2710 Euro sind für Pflanzungen von Lärchen und Linden veranschlagt, 1710 Euro für Bestandspflege, 500 Euro für Waldschutz und 10 000 Euro für Wegeunterhaltung in der Zinsbachhalde. 9000 Euro sind für Betriebssteuern und Beiträge sowie 26 725 Euro für Verwaltungskosten einschließlich kalkulatorischer Kosten geplant.
Bischoff: Geld wird benötigt
Nachdem den Einnahmen 124 395 Euro an Ausgaben im Waldhaushaltsplan 2026 gegenüberstehen, kann ein Überschuss von 62 805 Euro erwirtschaftet werden.
„Das Geld wird benötigt“, so Bürgermeister Dieter Bischoff, der Krämer und Kiefer, die einen Trainee und einen Praktikanten zur Sitzung mitgebracht hatten, für die Erläuterungen zum Vollzug 2024 und der Vorstellung des Betriebsplans 2026 dankte. Der Gemeinderat verabschiedete den Waldhaushalt 2026 einstimmig. Ratsmitglied Adolf Gärtner (FWV), zeigte sich erstaunt, dass der Wald 25 Jahre nach Orkan Lothar so gute Erträge erwirtschaftet, weshalb sich die Gemeinde über den „Wald als Sparkässle“ freuen könne.