Der Grömbacher Gemeinderat hat den Haushaltsplan 2024 mit einem Volumen von 1,8 Millionen Euro einstimmig beschlossen. Vor allem die Personalausgaben sind deutlich gestiegen. Kreditaufnahmen sind trotz größerer Investitionen nicht erforderlich.
Das Gremium hatte den Haushaltsplan bereits in einer Klausurtagung und in der vergangenen Sitzung vorberaten. Pfalzgrafenweilers Kämmerer Robin Lutz, über die Verwaltungsgemeinschaft auch für Grömbach zuständig, fasste die wichtigsten Eckpunkte zusammen.
Im Ergebnishaushalt liegen die Aufwendungen demnach mit 1,85 Millionen Euro um knapp 48 000 Euro über den Erträgen. Dies führt zu einem negativen Gesamtergebnis.
Im Finanzhaushalt sind unter den „Einzahlungen aus Investitionstätigkeit“ mit 1,6 Millionen Euro vor allem die Zuschüsse zum Breitbandausbau und für den Ausbau der Hochdorfer Straße zusammengefasst, erläuterte Lutz. Die Kosten für die geplanten Maßnahmen summieren sich im Gegenzug bei den „Auszahlungen aus Investitionstätigkeit“ auf knapp 3,9 Millionen Euro.
Hebesätze unverändert
Bei den Ausgaben und Einnahmen aus laufender Verwaltungstätigkeit plant die Gemeinde hingegen mit einem kleinen Plus von 146 580 Euro. In der Summe werden deshalb 2,1 Millionen Euro von der Gemeinde ausgegeben, bilanzierte Lutz. Eine Kreditaufnahme ist dafür nicht erforderlich.
Der festgesetzte Gesamtbetrag der Verpflichtungsermächtigungen – das sind Auszahlungen für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen, die in kommenden Haushaltsjahren zu Buche schlagen – wurde auf 1,3 Millionen Euro festgesetzt, der Höchstbetrag der Kassenkredite auf 50 000 Euro. Die Hebesätze für die Grundsteuer A (400 Prozent), Grundsteuer B (300 Prozent) und Gewerbesteuer (330 Prozent) wurden auf dem bisherigen Niveau belassen.
Die wichtigsten Ertragsquellen der Gemeinde sind die Erträge aus der Einkommensteuer mit 426 387 Euro, die Schlüsselzuweisungen mit voraussichtlich 475 340 Euro und die Investitionspauschale mit 85 560 Euro.
Um mehr als 57 000 Euro gestiegen sind die Personalkosten. Dies liege einerseits an Tarifsteigerungen, andererseits an der Einrichtung neuer Stellen im Bauhof (Minijob) und im Kindergarten aufgrund der Einrichtung einer zweiten Gruppe, sagte Lutz. Insgesamt liegen die Personalaufwendungen bei 399 000 Euro. Die Kreisumlage schlägt darüber hinaus mit 311 000 Euro zu Buche.
Zuschüsse für Großprojekte
Investiert wird dieses Jahr unter anderem in die Sanierung des Lindenforums (10 000 Euro), die Fassade des Rathauses (13 000 Euro), die Sanitäranlagen im Bauhof (8000 Euro) und den Fensteraustausch am Hochbehälter (10 000 Euro). Weitere 10 000 Euro sind für den Erwerb von Waldgrundstücken vorgesehen.
Den Kosten für den Breitbandausbau in Höhe von 1,5 Millionen Euro stehen Zuschüsse in Höhe von 467 000 Euro gegenüber. Die Ausgaben für die ebenfalls sehr aufwendige Sanierung und den Ausbau der Hochdorfer Straße umfassen die Wasserleitung (204 300 Euro), den Kanal (803 100 Euro), den Straßenbau (912 400 Euro) sowie die Straßenbeleuchtung (19 800 Euro). Auch dafür werden im Gegenzug Zuschüsse bezahlt. Der Zuschuss für den Kanal beläuft sich auf 567 500 Euro.
Im Wald plant die Kommune mit Holzerlösen in der Größenordnung von 52 650 Euro und mit einem ordentlichen Ergebnis von 7480 Euro.
Aufgrund der geplanten Umsetzung weiterer Maßnahmen in den Folgejahren – dazu gehört auch die 2025 geplante Fertigstellung der Hochdorfer Straße – plant Lutz mit einer erforderlichen Kreditaufnahme in Höhe von 890 000 Euro im Jahr 2025. In den Jahren 2026 und 2027 sind, Stand jetzt, weitere Kreditaufnahmen in der Größenordnung von 40 000 Euro beziehungsweise 21 000 Euro erforderlich.