Zu den laufenden Projekten der Gemeinde in 2025 und 2026 gehört die Erschließung des Gewerbegebiets „Ziegelhüttenweg“. Obwohl sie erst etwa zur Hälfte abgeschlossen ist, läuft bereits die erste gewerbliche Ansiedlung. Foto: Herzog

Die geplanten Investitionen von 3,8 Millionen Euro belasten die Gemeindekasse. Bundesmittel und Förderungen sollen die Projekte absichern.

Die Gemeinde wird im Haushaltsplan 2026 beim ordentlichen Ergebnis den geforderten Ausgleich um rund 67 000 Euro verfehlen. Bei Rekord-Investitionen von 3,8 Millionen Euro ist das Sonderprogramm des Bunds eine willkommene Unterstützung.

 

Bei der Verabschiedung des Haushaltsplans 2026 in der letzten Jahressitzung des Gemeinderats berichtete Kämmerin Manuela Götze, dass es gegenüber dem vorgestellten Entwurf kaum Veränderungen gegeben habe. Auch wenn der Kreistag die Kreisumlage auf 31,5 Prozent beschlossen habe, seien die im Entwurf angesetzten 32 Prozent belassen worden. Beim ordentlichen Ergebnis sei im Vergleich zu Vorjahren eine deutliche Verschlechterung festzustellen, die sich in den Folgejahren fortsetzen werde.

Das negative Ergebnis von 67 000 Euro mache sich auch im Finanzhaushalt beim Zahlungsmittelüberschuss aus laufender Verwaltungstätigkeit bemerkbar, schilderte die Kämmerin. Statt prognostizierten rund 376 000 Euro könne nur ein Betrag von 284 000 Euro erwirtschaftet werden, der für Investitionen zur Verfügung stehe. In der Prognose bei der Aufstellung des Haushalts 2025 sei sie noch von einem Zahlungsmittelüberschuss von 651 000 Euro ausgegangen.

Programm sei ambitioniert

Das vorgesehene Investitionsprogramm in Höhe von circa 3,8 Millionen Euro sei weiterhin sehr ambitioniert. Trotz Förderungen und Beiträgen von circa 2,5 Millionen Euro und abzüglich des Zahlungsmittelüberschusses müsse zur Finanzierung der Investitionen eine Kreditaufnahme von einer Million Euro eingeplant werden, rechnete Götze vor. Nach Auskunft von Bürgermeister Franz Moser kann die Neuverschuldung möglicherweise vermieden werden. Im Rahmen des Länder- und Kommunal-Infrastrukturgesetzes (LuKiFG) stünden der Gemeinde Mittel von insgesamt etwa 1,4 Millionen Euro in einem Zeitraum von zwölf Jahren zur Verfügung.

Mittel fließen in Liquidität

„Man kann das Geld auch auf einen Schlag bekommen, wenn die Gemeinde ein größeres Projekt umsetzt. Das kommt uns beim Kindergartenbau sehr gelegen und werden das angehen“, äußerte sich der Bürgermeister optimistisch. Laut der Kämmerin wird bis März 2026 eine elektronische Möglichkeit bestehen, das Geld ohne größeren Verwaltungsaufwand abzufordern. Diese Mittel verbesserten zwar nicht das ordentliche Ergebnis, fließen jedoch direkt in die Liquidität. Letztere nimmt derzeit rapide ab, weil nach Auskunft des Bürgermeisters laufend Rechnungen von umgesetzten und laufenden Baumaßnahmen bei der Gemeinde eingehen.

Ohne das Geld aus dem Bundes-Sondervermögen Infrastruktur sinken die liquiden Mittel zum Ende des Haushaltsjahres 2026 auf 322000 Euro. Beim Kindergartenbau, so Moser, liege man gut im Zeitplan. Der Estrich sei wie geplant noch vor Weihnachten eingebaut worden, so dass dieser trocknen und im neuen Jahr zeitig der Innenausbau beginnen könne. Die Verabschiedung des Haushaltsplans 2026 samt Satzung beschloss der Gemeinderat einstimmig.