Für die Stadthalle Blumberg sollen im Haushalt 2026 rund 400 000 Euro für eine neue Küche bereitstehen. Foto: Hans Herrmann

Markus Keller hält seine Haushaltsrede im Blumberger Gemeinderat. 2026 stehen Investitionen in Millionenhöhe an. Das ist geplant.

In seiner Haushaltsrede ging Bürgermeister Markus Keller in der jüngsten Gemeinderatssitzung auf viele Faktoren für die finanzielle Zukunft der Stadt Blumberg ein. Nach erster Einbringung der Haushaltssatzung in den Gemeinderat sieht er Blumberg trotz aller Herausforderungen finanziell stabil und handlungsfähig aufgestellt.

 

Der Gemeinderat nahm die Ausführungen zur Kenntnis und wird in den kommenden Wochen in den jeweiligen Gremien ausführlich über das Zahlenwerk beraten.

„Wenn wir heute den Haushalt 2026 beraten, sprechen wir über mehr als Zahlen, Tabellen und Pläne. Wir sprechen über die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt, über Verantwortung, Weitblick und Vertrauen in die eigene Stärke“, eröffnete Keller seine Haushaltsrede.

In Zeiten, in denen viele Städte und Gemeinden über neue Schulden nachdenken müssen, sieht Markus Keller Blumberg mit einem positiven Ergebnis gut aufgestellt. „Wir tilgen unsere Kredite, finanzieren unsere Projekte aus eigenen Mitteln und bleiben dabei liquide und schuldenfrei“, gab der Bürgermeister den Gemeinderäten mit in die Zeit der Beratungen.

Blumbergs Bürgermeister Markus Keller zeigt sich in seiner Haushaltsrede positiv gestimmt. Foto: Roland Sigwart

Laut Kellers Aussage steigen die finanziellen Belastungen für die Kommunen aber stetig an. „Es werden immer neue Aufgaben wie in der Kinderbetreuung, der Bildung oder der Daseinsvorsorge übertragen, wo sich in der Gegenfinanzierung von Land und Bund immer größere Lücken auftun“, prangert er diese Vorgaben an.

Wer vorgibt, muss bezahlen

„Wer Aufgaben vorgibt, muss sie auch bezahlen“, betonte Keller. „Unser Ziel bleibt weiterhin, mit soliden Finanzen den Handlungsspielraum zu ermöglichen.“ Keller sieht für Blumberg die nötigen Investitionen wie in Schulen, Kindergärten, Feuerwehr und Sicherheit, die Sanierung der Stadthalle und Stadtbibliothek bis hin zur Digitalisierung und der Infrastruktur für die Ortsteile gesichert.

„Mehr als die Hälfte dieser Investitionen wollen wir aus eigenen Einnahmen und Zuschüssen decken“, so der Bürgermeister weiter. Der Rest soll aus Rücklagen, aus denen wahrscheinlich ein Minus von 1,13 Millionen Euro umgeschichtet werden muss, ausgeglichen werden. „Neue Kredite sind nicht notwendig“, schlüsselt der Bürgermeister mit Blick auf den Haushalt 2026 auf.

Für ihn sei der entscheidende Punkt, dass die Kontrolle über die Finanzen behalten wird und die Investitionskraft mit gesicherter Zahlungsfähigkeit gewährleistet ist. Vernunft und Verantwortung stehen für ihn an erster Stelle. „Mit solider Planung setzen wir klare Prioritäten. Wir bleiben unabhängig, schuldenfrei, zukunftsorientiert und stehen auf einem soliden Fundament“, betonte Keller in seinem Schlusswort.

Investitionen 2026

Haushaltsverteilung
Für Investitionen im städtischen Haushalt 2026 ist ein Gesamtvolumen von 8,98 Millionen Euro geplant. Allein für die Gestaltung der Achdorfer Straßen schlagen 1,7 Millionen Euro zu Buche. Für die Sanierung des Werner-Gerber-Stadions sind 1,5 Millionen Euro eingeplant. Hier fließen mit dem bereits bewilligten Ausgleichsstock über 750 000 Euro und der Sportstättenförderung von 240 000 Euro gesicherte Fördergelder ein. Für die Erneuerung der Stadtbibliothek werden 435 000 Euro berücksichtigt. Bewilligte Zuwendungen von 169 000 Euro stehen dieser Grundrenovierung gegenüber. Für die neue Küche der Blumberger Stadthalle werden 400 000 Euro einkalkuliert. Weitere Investitionen wie für Schulen, Feuerwehrfahrzeuge auch für die Ortsteile, Sanierungen der Hallen in verschiedenen Teilorten bis zu einem Anbau an das Feuerwehrhaus Hondingen sind für den Haushalt 2026 ebenfalls geplant.