Zu den neuen Häusern kommt in der Riedbachstraße bald auch schon eine neue Bepflanzung. Foto: Jennifer Dillmann

Dem Gemeinderat Dormettingen wurde jüngst der Haushalt präsentiert. Wie überall ist auch hier sparen angesagt. Selbst kleine Investitionen fallen ins Gewicht.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung hat Dormettingen den Haushalt 2026 eingebracht. Der endgültige Beschluss erfolgt am 26. März. „Die Einbringung ist eng abgestimmt mit dem Gemeinderat“, sagt Bürgermeister Horst Lehmann. „Bisher gab es nur Verständnisfragen.“​

 

Die Haushaltsplanung fängt in Dormettingen schon im September an. „Da fahren wir mit dem Fahrrad durch den Ort“, berichtet Lehmann.

Im Herbst folgt eine nichtöffentliche Haushaltsklausur, in der festgelegt wird, was die Gemeinde wann umsetzen möchte. Lehmann hat bereits das Angebot des Kommunalamts in Anspruch genommen und abgeklärt, dass der Plan genehmigungsfähig ist. Es fehlen also nur noch die Formalitäten, große Veränderungen werden nicht mehr erwartet – es sei denn, es komme noch etwas Unvorhergesehenes dazwischen.

Vorbereitungen seit September

Die Vorstellung im Gremium übernahm Elena Sieber vom Gemeindeverwaltungsverband Oberes Schlichemtal. „Der Haushaltsplan 2026 steht unter dem Zeichen einer verantwortungsvollen Abwägung. Er setzt klare Schwerpunkte und verbindet eine solide, bodenständige Finanzpolitik mit einem maßvollen Blick auf notwendige Zukunftsinvestitionen. Vorsicht und Gestaltungswille werden gleichermaßen berücksichtigt. Ziel ist es, die Lebensqualität in Dormettingen zu sichern und behutsam weiterzuentwickeln – nachhaltig und mit Augenmaß“, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Wie auch in anderen Gemeinden kann Dormettingen nicht allzu ausgiebig mit dem Geld vorgehen. Angepasste finanzielle Rahmenbedingungen fordern dazu auf, die dauerhafte Finanzierung im Auge zu behalten. Daher kann nicht jedes Projekt umgesetzt werden, auch wenn es wünschenswert ist. Positiv wird jedoch hervorgehoben, dass die interkommunale Zusammenarbeit der 3D-Gemeinden (Dormettingen, Dotternhausen und Dautmergen) weiter vertieft wird. Auch die Zusammenarbeit im gesamten Gemeindeverwaltungsgebiet werde ausgebaut, um effizient Synergien zu nutzen.

Die größten Investitionen

Zu den größten Investitionen zählt die Erschließungsplanung Schwaderäcker, für die 250.000 Euro eingestellt sind. Lehmann sagt aber: „Das ist eine riesige Investition. Insgesamt wird uns das bis zu 2,5 Millionen Euro kosten, was eine Kreditaufnahme erfordert und uns weniger Spielraum bietet.“

Für die Baumbepflanzungen der Beete im endausgebauten Teil des Wohngebiets Bruck sind 20.000 Euro vorgesehen. „Das klingt unspektakulär, erfordert aber Investitionen von der Gemeinde“, weiß Lehmann. Außerdem könnte ein leerstehendes Gebäude gekauft werden. „Das bietet sich ideal an, um das Wohngebiet am Dreschhallenareal beziehungsweise Rössle zu erweitern.“

Außerdem merkt der Bürgermeister an: „Ein kleinerer Posten, der aber sehr wichtig ist, sind 5000 Euro, um eine offene Jugendarbeit zu starten.“ Diese Investition hänge mit dem LEADER-Projekt zur Errichtung eines neuen Jugendraums zusammen. Die Personalaufwendungen liegen in Dormettingen übrigens bei 1.171.500 Euro.

Vom Sondervermögen des Bundes nach dem Länder- und Kommunalinfrastrukturfinanzierungsgesetz fallen für Dormettingen voraussichtlich 649.600 Euro an. Durch Steuern und ähnliche Abgaben werden Einnahmen in Höhe von 1.610.400 Euro erwartet. Das ordentliche Ergebnis aus Einnahmen, Ausgaben und Abschreibungen liegt laut Planung bei minus 1.061.115 Euro. Außerdem liegen die Kassenkredite bei 964.000 Euro.