In Bad Dürrheim steigt der Wasserzins von 2,80 Euro 2025 auf 3,42 Euro pro Kubikmeter 2026. Die Schmutzwassergebühr geht von 1,88 Euro auf 2,10 Euro Kubikmeter hoch.
Am Donnerstag tagte der Bad Dürrheimer Verwaltungsausschuss im Haus des Bürgers. Bürgermeister Jonathan Berggötz brachte die frohe Kunde mit, dass der Nachtragshaushalt der Kurstadt von der Kommunalaufsicht genehmigt wird.
Der Gemeinderat habe gute Einsparvorschläge gemacht. „Die Fraktionen haben sehr gut gearbeitet“, lobte Berggötz. Weitere Sparmaßnahmen sollen die Parteien nun der Verwaltung bis zum 20. November mitteilen. Am 18. Dezember werde es dann die entsprechenden Beratungen geben.
Die neue Bundesregierung habe ein Gesetz beschlossen, nachdem den Gemeinden ohne große bürokratische Hürden in den nächsten zehn Jahren jeweils vom Bund jährlich rund eine halbe Million Euro als Investitionszuschuss gewährt werde. „Diese Gelder des Bundes helfen uns. Wir werden aber nicht umhin kommen, künftig auch strukturelle Einsparungen vorzunehmen“, so der Bürgermeister.
Breiten Raum in der Sitzung nahmen dann die Wirtschaftspläne der Eigenbetriebe Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung mit Gebührenkalkulation für das Wirtschaftsjahr 2026 ein. Der Verwaltungsausschuss will dem Gemeinderat empfehlen, den Wasserzins um 62 Cent pro Kubikmeter anzuheben. „Diese Erhöhung ist nicht ohne, aber notwendig, wir müssen schließlich auch weiterhin in das Netz der Wasserversorgung investieren“, so Berggötz.
Die Abwassergebühr wird um 22 Cent pro Kubikmeter steigen. Immerhin, im Vergleich zu vielen anderen Versorgern wird in Bad Dürrheim keine Grundgebühr auf den Wasserzins erhoben. „Dies sollten wir in Zukunft beibehalten, den es motiviert die Leute, Wasser einzusparen“, sagte Wolfgang Kaiser (LBU). Noch im November soll der Gemeinderat den neuen Wasserzins beschließen.
Stadtkämmerer Stefan Milles informierte, dass im Jahr 2027 in Bad Dürrheim alle analogen Wasserzähler auf digitale Wasserzähler umgestellt werden sollen. Der Kostenpunkt dabei beträgt 700 000 Euro. Milles: „Die Leute brauchen dann keine Karte mehr mit dem Zählerstand ausfüllen, der Stand wird automatisch ermittelt.“ Berggötz ergänzte: „Die digitalen Zähler können noch einiges mehr, so sind sie in der Lage die Wasserqualität zu überprüfen.“
Der Wirtschaftsplan Wasserwerk sieht für das Jahr 2026 etliche Investitionen vor. Die Sanierung Hochbecken Kapfwald ist mit 800 000 Euro angesetzt. Die Sanierung der Quellen Schneckental soll 400 000 Euro verschlingen. Für die Förderleitung Entenfangquelle beim Wasserwerk Schabelwiesen sind 900 000 Euro angesetzt. Die Maßnahmen beim Abwasser beim Filterbecken Luschin beim Reisemobilhafen wurden mit 1,1 Millionen Euro veranschlagt.