Der Finanzplan der Kreisverwaltung scheint in trockenen Tüchern zu sein für 2026. Foto: Oliver Berg/dpa

Der Zollernalbkreis steht laut eigenen Angaben finanziell so da, dass ein ausgeglichener Ergebnishaushalt vorgelegt werden kann. Pauli spricht von einer mutigen Planung.

Nach aktuellen Berechnungen kann der Zollernalbkreis für 2026 einen ausgeglichenen Ergebnishaushalt vorlegen. „Das ist das Ergebnis von Sparanstrengungen sowie zusätzlicher Landes- und Bundesmittel“, schreibt die Kreisverwaltung.

 

Im Vorfeld der Haushaltseinbringung im Oktober waren laut Mitteilung alle Bereiche der Landkreisverwaltung „intensiv auf Einspargelegenheiten“ durchleuchtet worden. Dennoch stand für den Ergebnishaushalt – also für den laufenden Betrieb – ein Minus in Höhe von 3,7 Millionen Euro.

Die Höhe der Kreisumlage sollte, so der Vorschlag, gleichwohl bei 32,5 Prozent belassen werden, um den Städten und Gemeinden, „die ebenso vor enormen finanziellen Herausforderungen stehen, im Sinne des partnerschaftlichen Miteinanders Luft zum Atmen zu lassen“.

Pauli: Planung war mutig und richtig

Landrat Günther-Martin Pauli: „Unsere rücksichtsvolle Planung war finanzpolitisch mutig und, wie sich nun zeigt, richtig.“

Nach den aktualisierten Berechnungen der Kreiskämmerei kann der Zollernalbkreis mit höheren FAG-Zuweisungen sowie einer Nachzahlung für die durch das Bundesteilhabegesetz bedingten Mehraufwendungen rechnen.

Der Löwenanteil stamme aus dem mit dem Land ausgehandelten Finanzpaket zur Entlastung der Kommunen, heißt es. Unterm Strich steht nun ein ausgeglichener Ergebnishaushalt. „Die Kreisumlage können wir damit guten Gewissens wie vorgeschlagen belassen“, so Pauli.

Insgesamt kann der Landkreis damit seine Finanzwirtschaft der vergangenen Jahre fortsetzen und zugleich Zukunftsvorhaben wie das Zentralklinikum angehen. Die Kreditverpflichtungen sind überschaubar, die Pro-Kopf-Verschuldung ist mit 30 Euro je Zollernälbler eine der niedrigsten in Baden-Württemberg.