Die Stadt Altensteig muss angesichts des engen Haushalts besonders auf ihr Sparschwein aufpassen. (Symbolbild) Foto: © Rob hyrons – stock.adobe.com

Der Haushaltsplan für das neue Jahr wurde im Gemeinderat Altensteig vorgestellt. Neben größeren anstehenden Investitionen fällt vor allem die Kreisumlage mit ihrer Höhe auf.

Auf Altensteig kommen schwere Zeiten zu. Das zeigte ein Blick in den neuen Haushaltsplan, der im Gemeinderat nun eingebracht wurde.

 

Mit rund 41, 326 Millionen Euro Ertrag rechnet die Stadt im kommenden Jahr – auf der anderen Seite stehen allerdings 41,506 Millionen Euro an Ausgaben. Damit wird die Gemeinde im laufenden Jahr voraussichtlich mit 180 000 Euro im Minus abschließen.

Fehlbetrag ist schon deutliche Verbesserung

Dabei ist dieser Wert schon eine deutliche Verbesserung. Vor der Haushaltsklausur habe der Fehlbetrag noch bei stolzen 540 000 Euro gelegen, erklärte Bürgermeister Oliver Valha. „Wir werden in diesem Jahr in allen Abteilungen noch sorgsamer mit jeder Ausgabe umgehen müssen“, meinte er. Vor allem im Bereich der Verwaltung seien Kosten reduziert worden: um etwa 184 000 Euro, heißt es in der Vorlage.

Ein besonderer Kostentreiber sind die Personalausgaben. Die Stadt hat Tarifsteigerungen eingerechnet, insgesamt sind 960 000 Euro an Mehrkosten eingeplant.

Stark ins Gewicht fällt auch die Kreisumlage, also der Anteil, den die Stadt Altensteig an den Landkreis Calw zuzahlen muss. Die berechnet sich vor allem aus der Steuerkraft, die in Altensteig recht hoch ist. Die Kreisumlage ist im aktuellen Jahr allerdings auch gestiegen, statt 38 Prozent sind es jetzt 39 Prozent. Insgesamt wird die Kreisumlage für die Stadt wohl 760 000 Euro teurer.

Dabei nennt Valha besonders den Sozialbereich, der für den Kreis ordentlich ins Geld gehe. Das seien auch Neuerungen und Vorschriften, die von oben kämen, die Kreise aber finanziell tragen müssen. „Die Krankenhausfinanzierung ist am Ende – und so kann es nicht weitergehen“, sagte Valha. Wer bestellt, der soll auch zahlen, erklärte der Bürgermeister.

Große Investitionen warten in 2026

Auch große Investitionen stehen für die Stadt an, rund 13 Millionen Euro fließen in unter anderem große Projekte. Zum Beispiel ist die Markgrafenschule auf der Sanierungsliste, die Sanierung der Hohenberg-Realschule ist in vollen Zügen, auch die Musikschule soll in diesem Jahr fertig werden. Für viele Investitionen gebe es aber auch gute Förderungen.

Die Markgrafenschule soll bald saniert werden. Foto: Jansen

Wichtig sei der Stadt, weiter in die Infrastruktur zu investieren: Vor allem in die Bildung und die Sicherheit. Auch das Feuerwehrgerätehaus soll etwa neu gebaut werden.

Für die kommenden Jahre zeichnen sich dunkle Wolken ab. „Da sieht es düster aus“, sagte Valha. Er kündigte an: „ Wir werden alles auf den Kopf stellen und uns Gedanken machen, wie wir Prozesse verbessern können.“

Auch soll gesucht werden, wo Optimierung möglich ist, bevor Dinge komplett eingespart werden. Zudem soll betrachtet werden, was überhaupt die Aufgabe der Kommune selbst ist – und was vielleicht nicht.