Der 2025er-Haushalt erlaubt einen Blick in die Finanzlage der Gemeinde Deißlingen.
Der Gesamtergebnishaushalt schließt mit einem negativen ordentlichen Ergebnis von 1 886 650 Euro ab, bei Erträgen in Höhe von 19,16 Millionen Euro und Aufwendungen von 21,04 Millionen Euro.
Für die Finanzierung der Investitionen werden Fondsmittel in Höhe von 4,869 Millionen Euro benötigt. Der Schuldenstand zum 1. Januar 2025 beträgt 875 000 Euro inklusive Eigenbetrieb. Bei planmäßiger Kredittilgung ist der Schuldenstand am Ende des Jahres 2025 (inklusive Eigenbetrieb) in Höhe von 425 000 Euro festzustellen. Die Schuldenquote verringert sich von 137,06 Euro auf 66,57 Euro je Einwohner.
Unter Berücksichtigung der Kredittilgung in Höhe von 400 000 Euro verändert sich der Finanzmittelbestand im Finanzhaushalt zum Ende des Jahres 2025 um 316 850 Euro. Der Stand der liquiden Mittel zum 31. Dezember 2025 beträgt somit voraussichtlich 6 556 676 Euro inklusive Fonds- und Festgeldanlagen.
Fondsanlage hilft aus
Der geplante Haushalt 2025 ist der erste Haushalt seit vielen Jahren, der nicht ausgeglichen ist. Die Gemeinde muss einen Teil ihrer Investitionen über Entnahmen aus der Fondsanlage finanzieren. Der geplante Haushalt 2025 könnte für die Gemeinde Deißlingen als Weckruf bezeichnet werden.
Zu Lasten der nachfolgenden Generationen
Das erste Mal seit vielen Jahren ist ein negatives ordentliches Ergebnis zu verzeichnen. Der gesetzlich geforderte Haushaltsausgleich wird also nicht erreicht. Entsprechend den Zielsetzungen des sogenannten Ressourcenverbrauchskonzepts sind ordentliche Erträge und ordentliche Aufwendungen unter Berücksichtigung von Fehlbeträgen aus Vorjahren grundsätzlich auszugleichen.
Ein nicht ausgeglichener Haushalt bedeutet, dass zu Lasten der nachfolgenden Generationen gewirtschaftet wird. Es wird daher künftig umso mehr notwendig sein, die Pflichtaufgaben der Gemeinde in den Vordergrund zu stellen und „Luxusausgaben“ zu reduzieren.
Schwierige Haushaltslage
Fazit: Der Gemeinde- und Ortschaftsrat hat sich in seiner Sitzung intensiv mit dem Haushalt für das kommende Jahr auseinandergesetzt. Die Entscheidung, den Zuschuss für Balkonkraftwerke nicht zu erhöhen sowie die Ablehnung der Gewerbesteuererhöhung zeigen, dass der Gemeinderat die schwierige Haushaltslage ernst nimmt und die Interessen der Bürger und Unternehmen gleichermaßen im Blick hat.