Ein Teil des Feuerwehrgerätehauses senkt sich, jetzt sind 50 000 Euro notwendig für den Eingangsbereich, die Maßnahme kann nicht verschoben werden, da sich die Tore einwandfrei öffnen lassen müssen. Foto: Strohmeier

"Wir werden uns nur mit Posten ab 5000 bis 10 000 Euro beschäftigen", vermittelte Kämmerer Thomas Berning. Im Verwaltungsausschuss ging es um Hoch- und Tiefbaumaßnahmen 2022

Bad Dürrheim - Umfangreich ist die Mittelanmeldung für den Haushalt 2022 für das Hoch- und Tiefbauprogramm, die Thomas Berninger und Stadtbaumeister Holger Kurz dem Verwaltungsausschuss in der jüngsten Sitzung vorstellten.

Es ergab sich eine mehrstündige Diskussion und Beratung über die aufgelisteten Maßnahmen. Man müsse hinkriegen, was genehmigungsfähig sei, da nicht alles machbar ist, es werde auf jeden Fall ein Streichkonzert geben. Manches könne personell sowie auch finanziell nicht umgesetzt werden, es müssten nun Prioritäten festgelegt werden, sagte Bürgermeister Jonathan Berggötz.

Bis zu zehn Arbeitsplätze

Geplant sei unter anderem der Ausbau des Dachgeschosses des Rathauses II, der einschließlich der Planung mit 250 000 Euro veranschlagt wurde. Mit dieser Maßnahme könnten acht bis zehn Arbeitsplätze untergebracht werden. Noch für 2021 war vorgesehen, im Rahmen der Stadtsanierung im Rathaus I das Trauzimmer zu modernisieren, dafür waren 25 000 Euro eingeplant. Wegen Corona wurde das Vorhaben gestrichen, es soll im kommenden Jahr durchgeführt werden.

Gebäudeerwerb von der evangelischen Gemeinde

Für rund 170 000 Euro ist ein Gebäudeerwerb in der evangelischen Kirche vorgesehen. "Wir wollen die Kirche nicht kaufen", versicherte Berninger, doch es bestehe ein akuter Bedarf an Räumlichkeiten für die Verwaltung. Nachdem über diese Maßnahmen länger diskutiert wurde, meinte Stadtrat Heinrich Glunz, er stelle dieses Prozedere in Frage. Wenn diese Entscheidungen am Ende den Fraktionen überlassen würden, werde ein absolutes Chaos entstehen, bereits jetzt habe man darüber eine Stunde diskutiert. Glunz bat darum, nochmals eine Sitzung für den Verwaltungsausschuss einzulegen. Seine Amtskollegin Andrea Kanold bat darum, von der Verwaltung tatorientierte Eckpunkte zu bekommen, es müsse sich Gedanken darüber gemacht werden, damit es in Richtung genehmigungsfähiger Haushalt gehe. Angelika Strittmatter bemerkte, es sei sehr unübersichtlich, man benötige eine Übersicht, über das, was möglich sei. Bevor diskutiert werde, müsse alles vorgestellt werden, warf der Rathauschef ein. Sicher sei, dass einiges herunterfallen werde.

300 000 Euro für Gomstelstraße

Mit 510 000 Euro ist die Offenlegung der Stillen Musel angedacht, die bereits in diesem Jahr vorgesehen war, wegen der Bebauung Irma auf 2022 verschoben wurde. 100 000 Euro wurden für den laufenden Unterhalt von Straßen eingeplant, für die Sanierung der Gomstelstraße mit Erneuerung von Unter - und Oberbau 300 000 Euro. Für den Neubau einer Breitbandversorgung durch den Zweckverband Schwarzwald- Baar seien 1,069 Millionen Euro eingestellt.

Korrosionsschäden bei Feuerwehrgerätehaus

Zur Behebung von Korrosionsschäden am Feuerwehrgerätehaus in der Kernstadt wurden 50 000 Euro eingeplant. Im Eingangsbereich habe sich der Boden abgesenkt. Diese Maßnahme dürfe nicht verschoben werden, damit die Tore des Gerätehauses einwandfrei funktionieren. Dringend sei im Siedersaal im Haus des Bürgers die Umstellung auf LED-Leuchten, um den jährlich hohen Unterhalt der bisherigen Beleuchtung zu vermeiden. Die dafür eingeplanten 180 000 Euro fand Stadtrat Wolfgang Kaiser zu hoch, es müsse günstiger machbar sein, bemerkte er.