Schreck in der Abendstunde. In Rangendingen kommt es am Donnerstag gegen 20.30 Uhr in einem Wohngebäude zu einem Kellerbrand. Die Feuerwehr verhindert das Schlimmste.
Blaulicht, wohin man in der Lehmgrubenstraße auch blickte. Die Rangendinger Gesamtwehr war dorthin mit neun Fahrzeugen und 37 Einsatzkräften ausgerückt. Zu einer möglichen Unterstützung der Rangendinger Kollegen rückte auch das Drehleiterfahrzeug der Feuerwehr Hechingen an.
Ein Glück in dieser Situation: Die eingesetzten Feuerwehrleute standen schnell zur Verfügung, denn ein guter Teil der Wehr war wegen einer angesetzten Gerätewartung ohnehin im Feuerwehrhaus, als der Alarm sie erreichte.
Rauchmelder im Haus schlägt Alarm
Was war passiert? Laut Polizei hatten die Hausbewohner den Alarm eines Rauchmelders vernommen. Bei der Nachschau entdeckten sie Flammen und dichten Rauch aus einem Raum im Erdgeschoss. Nachdem erste eigene Löschversuche erfolglos verliefen, verließen alle Bewohner das Haus und setzten die Rettungskette in Gang.
Als die Feuerwehr eintraf, war der Brand laut Feuerwehr- Einsatzleiter Christian Hermann schon weit fortgeschritten und hatte auf weitere Bereiche im Erdgeschoss übergegriffen. Die Feuerwehr konnte das Feuer mit dem Einsatz von Druckluftschaum jedoch rasch löschen und so ein Übergreifen der Flammen auf das gesamte Gebäude und damit einen noch größere Katastrophe verhindern.
Der Einsatz dauerte wegen der Nachlöscharbeiten jedoch noch eine ganze Weile an, weil das Brandgut nach Darstellung von Einsatzleiter Hermann offenbar aus sehr viel Holz bestand. Die Lehmgrubenstraße war während dieser Zeit für Fahrzeuge nicht passierbar.
Rettungsdienst und Notarzt vor Ort
Die Person, die das Feuer selbst löschen wollte, wurde nach Angaben an der Einsatzstelle mit Anzeichen einer Rauchvergiftung an den Rettungsdienst übergeben, der mit drei Fahrzeugen und elf Kräften vor Ort war. Notarzt und DRK betreuten auch die anderen beiden Personen. Ernsthaft verletzt wurde nach Darstellung der Polizei einen Tag nach dem Brand im Endeffekt aber niemand. Auch der aus dem Feierabend hochgeschreckte Rangendinger Bürgermeister Manfred Haug war vor Ort und machte sich ein Bild von dem Einsatz.
Der am Haus entstandene Schaden ist anscheinend beträchtlich und das Gebäude ist wohl vorerst nicht mehr nutzbar. „Das Gebäude ist massiv verraucht“, meinte Christian Hermann noch in der Brandnacht gegenüber unserer Redaktion.
Polizei untersucht die Brandursache
Nach einer ersten groben Schätzung bezifferte er den entstandenen Sachschaden auf „150 000 bis 200 000 Euro“. Diese Einschätzung deckt sich mit denen der Polizei, die am Freitagmorgen den Schaden auf etwa 150 000 Euro taxierte.
Die Bewohner des Hauses sind nach ersten Angaben vor Ort von ihrer Verwandtschaft aufgenommen worden. Was die Ursache des Brandes betrifft, so hat das Polizeirevier Hechingen inzwischen die Ermittlungen aufgenommen. Laut Polizei könnte das Feuer derzeitigen Erkenntnissen zufolge auf einen in dem Raum betriebenen Räucherofen zurückzuführen sein.