Auf den rund 4,5 Hektar großen "Hausäckern" in Schömberg entsteht ein neues Wohngebiet. Geplant sind rund 60 Bauplätze.
Schömberg - Im Frühjahr sollen die Arbeiten für das Baugebiet "Hausäcker" in Schömberg beginnen, teilte Planer Bernhard Fortanier kürzlich im Gespräch mit unserer Redaktion mit. Für das rund 4,5 Hektar große Areal muss die Gemeinde aber einen Ausgleich schaffen. So wurde unter anderem ein Blühstreifen und eine Schwarzbrache angelegt. Letzteres sind Flächen, die sich im Verlauf der Zeit selbst begrünen sollen.
Stärkere Aufheizung
In der vom Ingenieurbüro Kirn erstellten Klimaanalyse ist zu lesen, dass sich die versiegelten Flächen und die zusätzlichen Baukörper an sonnigen Tagen stärker aufheizen als die derzeitigen Grünbereiche. Deshalb wird im Baugebiet eine Schneise für Kaltluft freigehalten. Damit bleibt eine Leitbahn für Kaltluftabflüsse bestehen, die kühle und vergleichsweise unbelastete Luft von Ost nach West transportiert.
Die Erschließungsarbeiten für die Hausäcker sind im Haushalt für 2022 mit insgesamt 3,26 Millionen Euro berücksichtigt.
Ausgleich für Landwirt in Oberlengenhardt?
Die Flächen für die "Hausäcker" bewirtschaftet derzeit Landwirt Michael Rentschler. Er ärgert sich schon seit einiger zeit darüber, dass er das Areal in der Nähe seines Milchviehbetriebes verliert. Er soll einen Ausgleich bekommen. Im Gespräch sind zwei kleinere Flächen in Oberlengenhardt, war von Rentschler zu erfahren. Stefanie Stocker, Pressesprecherin der Gemeinde Schömberg, bestätigte, dass Rentschler zwei Flächen in Oberlengenhardt angeboten wurden. Unterschrieben ist aber bislang noch nichts, wie Stocker und Rentschler am Donnerstag auf Nachfrage unserer Redaktion unisono bestätigten.
Keine Diskussion
In seiner jüngsten Sitzung billigte der Gemeinderat von Schömberg die Planungen für die Hausäcker ohne Diskussion. Planer Bernhard Fortanier hatte das Projekt bereits vor der Ratssitzung im Technik- und Umweltausschusses vorgestellt.