Das Weihnachtsliedersingen, die letzte Veranstaltung im Weihnachtswald, gestalten traditionell die Geschwister Gregor und Verena Huber (von rechts) mit ihrer Cousine Agathe Schneider, die sich auch über die vielen jungen Fans in der ersten Reihe freuten. Foto: Ramsteiner

Der Hausacher Weihnachtswald auf dem Klosterplatz klang mit Liedern und Geschichten aus. Die Akteure zogen ein sehr positives Fazit. Es gibt schon Pläne für 2026.

Der Hausacher Weihnachtswald bleibt noch eine Weile stehen – als Ort für stille Augenblicke mitten auf dem Klosterplatz. Doch die letzte große Veranstaltung ging am Wochenende über die Waldbühne: das Weihnachtsliedersingen mit Verena und Gregor Huber sowie ihrer Cousine Agathe Schneider. Was in Hausach drei Mal passiert, gilt als Tradition – und so darf man dieses Mitsingen inzwischen getrost dazu zählen.

 

Charmant führte Verena Huber durch den Abend mit 15 Advents- und Weihnachtsliedern. Gleich zu Beginn machte sie klar: „Wir führen hier nichts auf, wir zählen darauf, dass ihr alle kräftig mitsingt.“ Das musste sie nicht zweimal sagen. Das gemeinsame Singen ist in vielen Familien seltener geworden, die Sehnsucht danach aber offensichtlich groß. Eine beachtliche Schar hatte sich im Weihnachtswald versammelt, um die vertrauten Melodien anzustimmen – von „Schneeflöckchen, weiß Röckchen“ über „Kling, Glöckchen“ bis zum Höhepunkt „Stille Nacht, heilige Nacht“.

Manuela Schäck begrüßte im Namen des Forums Hausach und ging am Ende mit der Spendenlaterne durch die Reihen. Das Trio verzichtete auf ein Honorar, sodass die gesamten Einnahmen den Hausacher Bärenkindern zugutekommen. 210 Euro kamen zusammen. „Wir freuen uns, dass auch so viele junge Menschen gekommen sind – und erstaunlich textsicher“, sagte Schäck. Für alle anderen lagen Liedblätter bereit, die am Schluss als Geschenk mit nach Hause genommen werden durften – verbunden mit Gregor Hubers Wunsch: „Singt sie daheim am Christbaum noch einmal.“

Bilderbuchlesung als Finale

Auch Melanie Axmann zog ein positives Fazit des Hausacher Advents: Die Veranstaltungen waren durchweg gut besucht, auch wenn die Gedenkfeier für Erwin Moser die bestbesuchte war – eine sehr traurige Note inmitten der festlichen Zeit.

Gestern Abend folgte noch die letzte Bilderbuchlesung auf der Waldbühne: Pfarrer Jürgen Grabetz las die Weihnachtsgeschichte kindgerecht. Damit endet der „Hausacher Bilderbuchadvent“, der seit dem 1. Dezember jeden Abend kleine Zuhörer begeisterte. „Wir sind sehr zufrieden und glücklich, dass wir das nun schon im zehnten Jahr in dieser schönen Stimmung mitten im Weihnachtswald ermöglichen konnten“, sagte Birgit Lehmann.

Sie organisiert diese schöne Reihe jedes Jahr gemeinsam mit Esther Schoch, Lucia Schmid und Doris Pütz. Anfangs seien noch viele Kinder durch den Wald geflitzt, doch bald saßen sie still mit leuchtenden Augen vor dem Großbildschirm. Begeistert zeigte sich das Team auch von der neuen Tonanlage mit Headsets, die die Arbeit erleichtert und die Geräuschkulisse durch eine zusätzliche Box im hinteren Bereich verringert. Der Weihnachtswald bleibt – als Kulisse für stille Momente. Und vielleicht klingt dort noch einmal ein Lied nach, das am Sonntagabend alle vereinte: „Stille Nacht“ – so klingt Hausach, wenn es Weihnachten wird.

Lange Tradition

Für das Zehnjährige im kommenden Jahr ist die Vorfreude groß – genügend Vorleser fänden sich jedes Jahr, und ein stattlicher Fundus an Bilderbüchern ist auch vorhanden. Empfehlungen für schöne Bilderbücher mit den Themen Advent, Weihnachten und Winter werden dennoch gern angenommen.