Die katholische Landjugend Hausach spielt am Samstag und Sonntag, 22. und 23. März „Alles neu macht der Mai“. Der Spaß der Schauspieler soll sich auf die Zuschauer übertragen. Viele Darsteller sind nicht zum ersten Mal dabei.
Seit Jahren beschwert sich Veronika Bayer über die Unzulänglichkeiten des Eigenheims und bewirbt sich heimlich bei der TV-Heimwerkersendung „Alles neu macht der Mai“. Gleichzeitig bestellte Opa Handwerker, um der Renovierung endlich auf die Sprünge zu helfen. Und Oma hat im Preisausschreiben den Auftritt in einer Sendung „Schöner an einem Tag“ gewonnen und erwartet ebenfalls TV-Besuch. Das ist der Stoff, aus dem Verwechslungskomödien gestrickt sind. Ob es nun zum Happy End ein neues Badezimmer oder eine neue Oma gibt, soll hier noch nicht verraten werden.
Das Stück „Alles neu macht der Mai“ entsprach genau den Kriterien, die die Landjugend an ihren Theaterabend stellt: Das Bühnenbild ist machbar, die Spielzeit stimmt, die Rollen sind alle zu besetzen, und „luschdig sott es sii“, sagt Josef Vetterer. Während dieses Mal gleich sieben junge Schauspieler zum ersten Mal auf der Bühne stehen, ist Josef Vetterer die Konstante: Er steht seit mehr als 40 Jahren auf und an der Bühne, spielte 1981 zum ersten Mal mit und führt seit 2001 Regie. Eine andere Konstante fehlt dieses Mal: Erwin Armbruster, der ebenfalls fast 30 Jahre auf der Bühne stand, ist nicht mehr dabei. Dafür aber sein Sohn Samuel.
Überhaupt wird das Theaterspielen in der Landjugend gern vererbt. Auch die Mama und Oma von Neuling Simon Geeren spielten schon mit sowie die Oma und der Onkel von Felix Buchholz, der ebenfalls zum ersten Mal auf der Bühne steht. Auch Jonas Vetterer bekam das Theaterspielen vom Vater und der Oma in die Wiege gelegt, der Regisseur ist sein Onkel. Jonas Vetterer, der 2010 als „Frischling“ zur Theatertruppe der Landjugend stieß, ist nun der „alte Hase“ in der Truppe. Er feiert das 15-jährige Bühnenjubiläum in diesem Jahr mit der Hauptrolle des Büroangestellten Michael Bayer mit 162 Einsätzen. Im „richtigen Leben“ ist Jonas Vetterer Zimmermann, der seine Rolle vorwiegend während der Proben lernt.
Und die gibt es nicht zu knapp. Als das Stück ausgesucht und die Rollenbücher an alle, die mitspielen wollten, verteilt waren, begann die Arbeit im November mit der Verteilung der Rollen und den ersten Leseproben. „Wir gehen natürlich darauf ein, wer was spielen möchte, aber am Ende müssen halt alle Rollen besetzt sein“, sagt Josef Vetterer: „Das klappt aber schon, dass sich jeder mit seiner Rolle identifiziert.“ Jule Brucker, die ebenfalls zum ersten Mal mitspielt als Tochter von Michael und Veronika Bayer, bestätigt das: „Wir wurden sehr gut aufgenommen und eingewiesen, das macht voll Spaß!“
Nach vielen Proben im katholischen Pfarrheim stand die Truppe am Sonntag erstmals auf der Bühne in der Stadthalle in den Original-Kulissen. „Plötzlich sind alle Laufwege anders und der Text prägt sich über diese ein“, erklärt Vetterer. Bis zu den Aufführungen wird nun fast täglich geprobt.
Eintritt
Die Aufführungen des Stücks „Alles neu macht der Mai“ sind am Samstag, 22. März, um 20 Uhr und am Sonntag, 23. März, um 18 Uhr, Einlass ist je eine halbe Stunde vorher. Am Samstag ist anschließend Barbetrieb angekündigt. Karten gibt es im Vorverkauf bei der Volksbank Mittlerer Schwarzwald in Hausach, im Kultur- und Tourismusbüro und im Gasthaus „Hirsch/Monika“ zum Preis von zehn Euro, an der Abendkasse kostet der Eintritt zwölf Euro.