Auf der Wiese hinter dem Kinzigtalbad wurden bereits die Umrisse für die neue Naturkita abgesteckt. Foto: Fischer

Die Vorbereitungen laufen an, wie im Hausacher Gemeinderat bekanntgemacht wurde. Rund 190 000 Euro kostet die Baumaßnahme, die zum neuen Kitajahr stehen soll. Diskutiert wurden bereits Themen wie Heizkonzept, Personalien, die Gesamtkosten sollen zur Punktlandung werden.

Auf der Wiese hinter dem Kinzigtalbad tut sich was: Hier soll der neue Naturkindergarten der Stadt Hausach entstehen. Inzwischen markieren Holzpfeiler die Größe des Gebäudes, in dem die Kinder bei schlechtem Wetter Unterschlupf finden sollen. Entstehen soll ein zwölf Meter langer Wetterschutzraum in Holzkonstruktion, der drei Meter breit ist und eine zwei Meter breite überdachte Terrasse vornedran bietet. Außerdem soll ein zwölf Quadratmeter großes separates WC-Häuschen gebaut werden.

 

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Montagabend nun den Auftrag zum Bau des Gebäudes vergeben.

Holzkonstruktion für 190 000 Euro geplant

Ausgeschrieben wurde ein Gebäude in Holzkonstruktion, das im Vorfeld mit dem künftigen Betreiber abgesprochen wurde. Die Hausacher Naturkita wird wie berichtet vom DRK-Kreisverband Wolfach betrieben, der auch die Kita „Sternschnuppe“ betreibt. Für den Bau des Gebäudes wurden insgesamt sieben Firmen angeschrieben, drei Angebote lagen zum Stichtag vor. Die Firma L-Systems aus dem schwäbischen Riedlingen hatte mit einem Angebotspreis in Höhe von 189  075 Euro das günstigste Angebot abgegeben und bekam letztendlich den Zuschlag. Die anderen Angebote seien rund 23 Prozent teurer gewesen.

Architekt Benjamin Schmider erläuterte in der Sitzung, wie es nun weitergeht: „Der Systemhersteller hat seine Planskizze auf Wunsch vom Bauamt in einen Werkplan umgesetzt und als Komplettpaket in ein Leistungsverzeichnis gepackt.“ Im Dezember 2024 hatte sich der Gemeinderat überlegt, zu prüfen, ob ein Anschluss an die Nahwärme vom Schwimmbad möglich wäre. „Das würde aber einen ziemlich großen finanziellen Aufwand bedeuten“, so Schmider, denn dann müsste man auch einen Technikraum bauen. Nun soll es für jedes der zwei Gebäude je eine Wärmepumpe geben, mit der im Winter geheizt und im Sommer gekühlt werden kann. „Das ist in der Anschaffung wesentlich günstiger und wir brauchen keine Heizkörper. Man kann diese auch ausschalten oder auf fünf Grad Frostschutz stellen“, erklärte der Architekt. Der Strom solle dann auch mithilfe einer Photovoltaik-Anlage erzeugt werden, die Richtung Süden ausgerichtet wird. „Ich bin auf jeden Fall froh, dass wir von der Elektroheizung weggekommen sind“, erklärte der Hausacher Gemeinderat Tobias Kamm (FW). Ratskollegin Ines Benz (FW), die den Kindergarten „St. Barbara“ leitet, stellte die Frage, ob der WC-Bereich permanent mit einer zusätzlichen Heizung beheizt werden könnte. Schmider erklärte, dass die Wärmepumpe über eine Zeitschaltuhr programmiert werden kann und man zusätzlich auch noch mit Infrarot-Heizstrahlern Wärme schaffen könnte. „Es soll natürlich permanent warm sein im Toilettenbereich“, sagte er.

Zeitplan

Geplant ist, dass die Kinder zum neuen Kita-Jahr auf Mitte September umziehen können, die Termine sollen eingehalten werden. „Die Gruppe ist bereits gut gefüllt“, gab Bürgermeister Wolfgang Hermann bekannt. Eine Leiztung sei ebenfalls gefunden. Der Haushaltsansatz von 0,3 Millionen sei laut Schmider eine ziemliche Punktlandung, der Preis der Firma sei noch ohne Elektro und Sanitär und den Architekten gerechnet.