Die Kinderbetreuung für die Sommerferien soll in Hausach und Wolfach für die gesamte Ferienzeit gemeinsam angeboten werden. Für Hausach hat bisher Sara Latka (Mitte kniend) die Ferienbetreuung organisiert. Foto: Krämer (Archiv)

Hausach und Wolfach wollen den künftigen Rechtsanspruch auf Ferienbetreuung gemeinsam erfüllen. Ab Herbst startet eine interkommunale Betreuung.

„So muss interkommunale Zusammenarbeit funktionieren“, erklärten Bürgermeister Wolfgang Hermann bei der Gemeinderatssitzung im Rathaus zum Thema Ferienbetreuung.Wie berichtet, wollen die Städte Hausach und Wolfach gemeinsam dem Rechtsanspruch auf Ferienbetreuung für Grundschüler nachkommen und mit dem Haslacher Club 82 eine Betreuung anbieten. Ab dem Schuljahr 2026/27 tritt das Gesetz schrittweise in Kraft, dann haben zunächst alle Erstklässler Anspruch aufeine ganztägige Betreuung.

 

„Ab Schuljahr 2029/30 steht dann allen Klassen ein Anspruch von acht Stunden Betreuung an fünf Werktagen in der Woche zu. Das gilt auch in den Schulferien“, erläuterte Hauptamtsleiterin Viktoria Malek. Während der Schulzeit ist die Betreuung in der Ganztagsschule gesichert, doch in den Ferienzeiten war noch keine flächendeckende Betreuung geregelt. Bereits am 24. Oktober 2024 habe es deshalb einerstes Treffen gegeben, um eine interkommunale Lösung zu besprechen. „Dass es mit dem Club 82 nun klappt, ist ein Glücksfall für uns“, so Malek.

Der Freizeitclub beschäftige in der Schulzeit Fachpersonal als Schulbegleitung, das in den Ferien Zeit habe und die Betreuung übernehmen könne.„Wir haben bereits die ersten Entwürfe bekommen, die mit guten Ansätzen schon vielversprechend sind. Die weiteren Programminhalte werdengerade erstellt“, berichtete Malek.Dafür sei die Stadtverwaltung auch in engem Austausch mit Sara Latka, die bisher in Hausach das Programm für die Sommerferien erstellt hat. Das erklärte gemeinsame Ziel: Die Herbstferien dieses Jahres,an denen zum ersten Mal die interkommunale Betreuung stattfinden soll.Berechtigt sind alle Schüler der Grundschulklassen 1bis 4, die in Hausach oder Wolfach wohnen.

„Wir haben uns dazu entschieden, das Angebot gleich für alle Klassen und nicht schrittweise anzubieten.Damit sind zwar mehr Kinderberechtigt, aber das ist der bessere Weg für die Eltern und Geschwisterkinder“,so Malek.Die Betreuung soll also in den Oster-, Pfingst-, Sommer- und Herbstferien gelten. Die Weihnachtsferien und beweglichen Ferientage werden zu Schließtagen erklärt, von denen die Kommunen 20 Tage,also vier Wochen, frei einteilenkönnen. „Der Club 82 kann die Sommerferien voraussichtlich nicht abdecken, weil sie da auch Freizeiten anbieten,also werden wir die Sommerferienwahrscheinlich wie bisher über ein kommunales Angebot regeln“, erklärte Malek.

Die Ferienbetreuung soll dann drei Wochen in Hausach und drei Wochen in Wolfach stattfinden, beginnend hier in Hausach. Als Ort sei vorrangig die Schule vorgesehen, aber alle kommunalen Einricht ungen sollen einbezogen werden.

„Das Angebot muss nicht in dem Ort selbst angeboten werden, eine zumutbare Entfernung ist möglich“, erklärte Malek auf die Frage, ob der Ortswechsel rechtlich überhauptmöglich sei. „Alles, was nicht Schule ist, ist sowieso nicht beförderungspflichtig.“Demnach müssen die Eltern dafür Sorge tragen, dass die Kinder aus Hausach nach Wolfach kommen und umgekehrt.

Der Gemeinderat stimmte der Kooperationsvereinbarung geschlossen zu.

So geht es weiter

 Als nächster Schritt soll nun die Gebührenkalkulation folgen, damit Kommune und Eltern wissen, wie viel sie zahlenmüssen. Für die Herbstferienin diesem Jahr sollen sich die Kinder bis 15. März anmelden können. Dann zeige sichauch, wie hoch der Bedarf ist.