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Hausach Von Rock ’n’ Roll zu Jive und Rumba

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So beliebt wie in den 80ern der Rock ’n’ Roll ist beim Tanzsportclub Hausach heute das freie Tanzen (rechts). Foto: Schwarzwälder-Bote

Hausach - Mit Rock ’n’ Roll fing 1981 alles an, heute bebt beim Tanzsportclub Hausach das Parkett zu Standard- und Lateintänzen von Wiener Walzer bis Jive.

In diesem Jahr feiert der Verein sein 30-jähriges Bestehen. Die 900-Jahr-Feier Wolfachs, Tanzfestivals in Hausach, Tanztees in Gutach oder die Hausacher Stadthallen-Neueröffnung 2006 mit der Standard- und Mambo-Formation: Durch etliche Aushängeschilder hat sich der TSC in drei Jahrzehnten einen Namen gemacht, und die Mitglieder zieht es aus einem großen Umkreis herbei: Bis Triberg, Langenschiltach, Alpirsbach, Bad Rippoldsau-Schapbach und Biberach reicht der Einzugsbereich des Vereins.

In die Wiege gelegt wurden dem TSC vor 30 Jahren freilich etwas andere Rhythmen als die heutigen: Knapp zwei Dutzend junger Tanzbegeisterter aus Hausach und Umgebung gründeten am 8. April 1981 den Verein als "Rock ’n’ Roll-Club Hausach". Zu den Klängen von Elvis und Bill Haley schwangen sich die Tänzer durch den Saal – damals noch in diversen Gasthäusern. Und auch nachdem sich der Verein wenig später in "Tanzsportclub" umbenannte – fortan war die Mitgliedschaft im Badischen Sportbund möglich –, blieb die Gruppe zunächst dem Rock ’n’ Roll treu.

Schon bald pflegte der TSC Kontakte zu den Wolfacher "Parkettflitzern", die 1987 beitraten. Zu dieser Zeit konnte der Verein bereits auf eine Auszeichnung stolz sein, nachdem die Mitglieder Robert Harter und Tanja Rizzotto 1985 die Rock ’n’ Roll-Kreismeisterschaften gewonnen hatten. Und das Tanzpaar setzte später noch eins drauf: mit Platz sieben bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin.

Mit den Jahren änderten sich die Tanzinteressen – und dadurch das Repertoire des TSC. Am 28. April 1992 gründete sich mit 70 Teilnehmern die Abteilung Standard/Latein, anfangs "Tanztreff" genannt. Fortan stieg bis 1998 auch jedes Jahr der fasnachtliche "Betthupferlball". In ihren bisher 19 Jahren sah die Standard/Latein-Gruppe ein Kommen und Gehen – alters-, partner- oder auch umzugsbedingt, erklärt Alfred Droll, der seit 2008 dem TSC vorsteht: "Von den 92er-Gründungsmitgliedern sind heute noch fünf dabei, aus den Anfängen der Rock ’n’ Roll-Gruppe noch einer."

Zwischen 30 und 40 Jahren klafft eine Lücke – dann geht’s richtig los

Über Mitgliedermangel kann sich der Club aber nicht beklagen: Insgesamt 180 Teilnehmer füllen heute das Parkett bei den Übungsabenden, die seit 1996 von der Offenburger Tanzschule Wegel geleitet werden und seit zwei Jahren allesamt in der Halle des Robert-Gerwig-Gymnasiums stattfinden. Die Altersklassen sind indes sehr unterschiedlich vertreten: Zehn Paare liegen zwischen 25 und 30 Jahren, die anderen achtzig Paare jenseits der 40. "Wenn die eigenen Kinder da sind, ist man anderweitig beschäftigt; sobald sie dann aus dem Gröbsten raus sind, kommt man wieder", erklärt sich Droll die Alterspyramide. Auf 75 Jahre bringt’s derzeit die älteste Teilnehmerin.

Langsamer und Wiener Walzer, Quickstepp, Slowfox und Tango gehören zum Tanzprogramm der Kategorie Standard; als lateinamerikanische Rhythmen sind Cha-Cha-Cha, Rumba, Jive, Samba und Paso doble im Angebot. "Modetänze wie Discofox und Salsa werden bei uns nicht offiziell unterrichtet, aber vorgestellt", erklärt Alfred Droll. Zudem sei der Boogie-Woogie im Kommen.

Nicht spurlos vorbeigegangen ist die Zeit auch am Musikprogramm. "Anfangs hat man zu James Last, Max Greger, Paul Kuhn, Günther Noris oder Hugo Strasser getanzt", blickt Droll zurück. Heute wiegen sich die Teilnehmer etwa zu Amy Macdonald, Elton John und Amy Winehouse im Tanzschritt, aber auch zu Filmmusik und Musical-Nummern.

Und es werde wieder mehr getanzt als noch in den 90er-Jahren, freut sich der Vereinsvorsitzende: "Um 2000 gab es einen Schub, damals sind auf einen Schlag 35 Paare dazugekommen." Auch das freie Tanzen an Montagen sowie das seit 2007 angebotene Ferientanzen für jedermann würden immer beliebter. Offensichtlich erfreue sich das Tanzen einer Renaissance, "vielleicht auch, weil man es bis ins Alter ausüben kann". Auch Fernsehformate wie "Let’s Dance" könnten die Popularität beflügelt haben, vermutet Droll.

Was der TSC-Frontmann seinem Verein für die kommenden 30 Jahre wünscht? "Dass es weiterhin engagierte Leute gibt, die den Verein führen – und dass auch wieder Junge den Weg zu uns finden und die Rock ’n’ Roll-Gruppe zu neuen Höhen führen."

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