Eltern in Hausach müssen künftig mehr für den Kindergartenbesuch zahlen. Foto: Möller

Hausach bleibt unter Empfehlungen der Kommunen und Kirchen. Kein Widerspruch von Eltern.

Hausach - Die Stadt Hausach folgt den Empfehlungen der Kirchen und Kommunen und erhöht die Kindergartengebühren für das Kindergartenjahr 2015/2016. Bürgermeister Manfred Wöhrle sprach auf der jüngsten Gemeinderatssitzung von einer "moderaten Erhöhung".

"Es handelt sich um eine lineare Anpassung, die nicht in Grundstrukturen eingreift", sagte Wöhrle. Die Erhöhung der Gebühren sei bereits in den Elternbeiräten vorgestellt worden. Dort habe es keinen Widerspruch gegeben, berichtete Rechnungsamtsleiter Werner Gisler.

Allerdings bleibe die Stadt mit ihren Erhöhungen zum größten Teil noch unter dem, was Kirchen und Kommunen empfehlen. Diese legen zur Festsetzung der Elternbeiträge eine Staffelung der Beiträge zugrunde, die sich nach der Zahl der Kinder richtet. Damit sollen Familien mit mehreren Kindern entlastet werden. In Hausach wurden bereits 2010/2011 gestaffelte Elternbeiträge erhoben.

Grundlage für die Gebühr sei die Kindergarten-Regelgruppe. "Auch wenn die Regelgruppe eigentlich nicht mehr die Regel ist", sagte Gisler.

2013 betrugen die Gesamtausgaben für alle drei Kindergärten in Hausach 1350.000 Euro. Die Eltern zahlten davon 171.800 Euro, was 13 Prozent der Gesamtausgaben entspricht. Damit liegt Hausach unter den 20 Prozent, die nötig wären, um die Kosten zu decken.

2006 lag das Defizit der Stadt bei 246.516 Euro. Für 2015 rechnet die Verwaltung mit 712.200 Euro.

Hausach rechnet den bisherigen Anmeldezahlen nach für das Jahr 2015/2016 mit 199 Kindern, davon 33 Kleinkinder unter drei Jahren. Für diese haben die Kindergärten St. Anna und Sternschnuppe noch ausreichend Platz. 2014 wurden 15 auswärtige Kinder aus fünf Gemeinden in Hausacher Einrichtungen betreut. Vier Kinder aus Hausach besuchten keinen Kindergarten in Hausach und wurden in anderen Gemeinden betreut. Zwei Tagesmütter kümmerten sich laut Landratsamt drei Kinder. Das ergebe insgesamt eine Betreuungsquote von 22 Prozent.