Ilija Trojanow auf dem Turm der Burg Hausach. Dieses Jahr gastiert er nicht nur mit seiner Reihe "Vielstimmiges Afrika" beim Leselenz, sondern stellt morgen, Freitag, sein Buch "Meine Olympionade" vor, das "einen einzigartigen, faszinierenden Einblick in die Welten und Milieus des Sports" bietet. Foto: Panoramastudio Int. Ltd. Foto: Schwarzwälder-Bote

Leselenz: Literaturfestival startet mit Ilija Trojanow und Ines Geipel

Hausach (red/rha). Erneut verheißt der Hausacher Leselenz, der dieses Jahr unter dem Titel "ur:sprünge. Literatur, Körper und Bewegung." steht, bis 1. Juli wieder anregende Begegnungen. Mehr als 60 Autoren werden in dem Schwarzwaldstädtchen weilen.

Andreas Platthaus, der Literaturchef der "FAZ", moderiert die Eröffnungsveranstaltung morgen, Freitag, ab 20 Uhr in der Stadthalle. Seine Gäste: Ilija Trojanow, der ein Olympiabuch geschrieben hat ("Meine Olympiade"), und Professor Ines Geipel, die ehemalige Weltrekordhalterin aus der DDR. Geipel war Opfer des staatlich verordneten Dopings im DDR-Leistungssport und ist als Vorsitzende der Doping-Opfer-Hilfe in der Aufarbeitung des Zwangsdoping-Systems tätig.

Die Programmvielfalt reicht von Abbas Khider und seinem spektakulären Roman "Ohrfeige" über die Chamisso-Preisträgerin des Jahres 2016, Esther Kinsky, oder dem Erzähler Ingo Schulze bis hin zu Michael Fehr aus der Schweiz, Luna Al-Mousli aus Syrien und Ishmael Beah aus Sierra Leone und den USA.

Neben den öffentlichen Lesungen mit Autoren aus mehr als 20 Ländern – der Hausacher Leselenz ist eine Kooperation mit 14 europäischen Literaturfestivals eingegangen – kommen auch heuer wieder Schüler aus Hausach, dem weiteren Kinzigtal und der gesamten Ortenau in den Genuss, Schriftsteller aus dem In- und Ausland zu erleben. In der Reihe "kinderleicht & lesejung" (eine Kooperation mit der Bildungsregion Ortenau) lesen unter anderem Nils Mohl, der Träger des Deutschen Jugendliteraturpreises 2011, und Katja Alves.

Selbstverständlich werden einige der Reihen weitergeführt, die in den vergangenen Jahren auf großes Interesse stießen. So etwa die Lesungen für Gehörlose. Ein Gedicht in Blindenschrift soll diesen integrierenden Ansatz unterstreichen.

Weitere Informationen: www.leselenz.com

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